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Blutlinie: Tzimisce des alten Landes
Abstammung: Tzimisce
Spitzname: Barone, "der alte Clan"
Zugehörigkeit: Unabhängige (evt. die Tal'Mahe'Ra)
Gründer: Tzimisce (Gründer)
Disziplinen: Auspex, Beherrschung, Tierhaftigkeit, oftm. Koldunische Hexerei
Schwäche: Müssen in Erde Ihrer Heimstatt ruhen/ Können ein Haus nur auf Einladung betreten (unbestätigtes Gerücht)

Die Tzimisce des alten Landes, seltener auch "Tzimisce des alten Clans" genannt, sind eine Abspaltung des Clans der Former, die aus der Asche der Anarchenrevolte am Ende des finsteren Mittelalters hervorging und einen gänzlich anderen Pfad einschlug als der eigentliche Clan der Tzimisce. Obgleich die Blutlinie sich ursprünglich auf denselben Vorsintflutlichen zurückführt, verachten sie den Hauptclan abgrunftief und distanzieren sich von jeglicher Beteiligung an clansinternen Aktivitäten. Die Tzimisce des alten Landes sind isoliert und einzelgängerisch, doch ihr Wissen und ihre Macht sind gewaltig und während der restliche Clan in den Reihen des Sabbat über die Jahrhunderte mehr und mehr degeneriert ist, haben sich die Tzimisce des alten Landes ihren Status, ihren Einfluss in Osteuropa und ihre Ehre stets erhalten können.


Allgemein:Bearbeiten

Die Tzimisce des alten Landes sind in den Nächten der Moderne das letzte Überbleibsel dessen, was von den alten Tugenden und Idealen des Clans der Former noch übriggeblieben ist. Im Gegensatz zum Rest ihres Clans haben sich die Angehörigen dieser Linie niemals den mörderischen Reihen des Sabbat angeschlossen, sondern stets auf ihrer Unabhängigkeit und ihrem eigenen Status beharrt. Dies hat dazu geführt, dass die Tzimisce des alten Landes die Grenzen Osteuropas niemals verlassen haben und sich ihr gesamter Einfluss auf diese Regionen beschränkt, ganz wie es in alten Zeiten beim gesamten Clan Tzimisce üblich gewesen ist. Eine Beteiligung der Blutlinie am endlosen Dschihad ist damit so gut wie nicht gegeben, doch da die Linie keinerlei Loyalität gegenüber dem Hauptclan empfindet, stört sie diese Tatsache nicht weiter. Ganz im Gegenteil empfinden die Tzimsice des alten Landes Hass und Abscheu auf die Mitglieder des Hauptclans, denn Ihren Überzeugungen und Lehren nach ist die Disziplin des Fleischformens, welche in den Reihen der Tzimisce seit Ewigkeiten praktiziert wird, entweder die finstere Saat des dunklen Gottes Kupala oder, was noch schlimmer ist, eine parasitäre Wucherung, die als "Seelenfresser" bezeichnet wird und jeden Kainiten, der damit infiziert ist, unweigerlich in die ewige Verdammnis reißt. Die Tatsache, dass die Anwender von Fleischformen oftmals von ihrer Gabe besessen sind und sie anwenden, um nicht nur andere, sondern sogar sich selbst auf abstruse Weise zu deformieren, bestärkt die Tzimisce des alten Landes nur in ihrer Überzeugung, dass Fleischformen eine
Old clan tzimisce by etherlad-d4k53jv

Das Wappen der Tzimisce des alten Landes (inoffizielle Version)

parasitäre Krankheit ist, die jeden vergiftet, der mit ihr zu tun hat. Da sich die Blutlinie aufgrund dieser Abscheu niemals dem restlichen Clan angeschlossen und ihren angestammten Sitz in Osteuropa nie verlassen hat, bewohnen die Angehörigen der Linie auch in den modernen Nächten noch alte Burgen und Herrenhäuser in der Einöde Osteuropas als Zufluchten. Dort leben die Tzimisce des alten Landes weitestgehend isoliert, lediglich ihre Ghule, Wiedergänger oder Nachkommen werden als Gesellschaft geduldet. In die Zuflucht eines Tzimisce des alten Landes eingeladen zu werden, gilt in deren Augen als höchste Ehrung und wehe dem Sterblichen oder Kainiten der es wagen sollte, ihren Sitz ohne vorherige Einladung oder Erlaubnis zu betreten. Diese starke territoriale Verbundenheit ist aber Fluch und Segen zugleich für die Angehörigen der Blutlinie. Auf der einen Seite besitzen die Tzimisce des alten Landes großen Einfluss in ihrem Heimatgebiet und fast alle Angehörigen meistern sogar die Kräfte der Koldunischen Hexerei, einer Art der Blutmagie, die sehr auf die Verbundenheit mit dem Land und den Elementen gestützt ist, doch im Gegenzug sind die Kainiten dieser Linie unglaublich statisch und nahezu unfähig, sich an neue Gegebenheiten anzupassen oder Ereignisse zu beeinflussen, die mehr als eine nächtliche Reise von ihrer Zuflucht entfernt stattfinden.

Die Tzimisce des alten Landes sehnen sich nach einer Zeit zurück, in der jeder Vampir für sich eine eigene Macht und Ordnung dargestellt hat und alle anderen Kainiten potenzielle Feinde waren und allein diese Weltanschauung sorgt dafür, dass die Blutlinie in keiner der großen Sekten irgendwie vertreten ist. Die Angehörigen der Linie verabscheuen den Sabbat mehr als alles andere, machen sie die Sekte doch für die Degeneration und den Verfall ihres Clans verantwortlich. So ist es nicht verwunderlich, dass in den Reihen des Sabbat kein einziges Mitglied dieser Blutlinie zu finden ist, allein schon deswegen nicht, dass ein großer Teil der Sekte aus den fleischformenden Mitgliedern des Hauptclans besteht, die von den Tzimisce des alten Landes so sehr verachtet werden. Auch die Tatsache, dass der Sabbat sich dem Kampf gegen die Ahnen verschrieben hat und die meisten Angehörigen der Tzimisce des alten Landes genau diesen Status innehaben, trägt nicht zur Entschärfung der Feindseligkeiten bei. Da der Sabbat jedoch kaum mehr Einfluss in Osteuropa genießt, wissen viele Mitglieder der Sekte gar nicht, dass eine Blutlinie wie die Tzimisce des alten Landes überhaupt existiert und halten sie bestenfalls für einen Mythos, was den Angehörigen der Blutlinie ihren potenziellen Kampf gegen den Sabbat erheblich vereinfacht. Doch trotz ihrer Abneigung gegen den Sabbat sind die Tzimisce des alten Landes weit davon entfernt, sich den Reihen der Camarilla anzuschließen. Da sie nicht bereit sind, ihre Herrschaftsgebiete aufzugeben oder auch nur zu beschneiden, lehnen die Tzimisce des alten Landes die Bevormundung durch die Camarilla radikal ab und folgen lieber ihren eigenen Regeln und Gesetzen. Somit sind die meisten Angehörigen der Blutlinie Unabhängige, die jeder für sich und isoliert von allen anderen Mächten existieren und ihre Ziele verfolgen. Jedoch halten sich eisern Gerüchte darüber, dass die Tzimisce des alten Landes sich einstmals den mysteriösen Tal'Mahe'Ra angeschlossen haben sollen und seither gemeinsam mit den übrigen Angehörigen der Sekte ihre Ziele verfolgen. Ob sie wirklich der Sekte angehören, ist großteils unbestätigt, doch es ist bekannt, dass zumindest eine rudimentäre und sogar regelmäßige Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien besteht.

Aufgrund der Ereignisse während der Anarchenrevolte, in welcher ein Großteil der Ahnen des Clans Tzimisce von seinen Nachkommen vernichtet wurde, sind die Angehörigen der Tzimisce des alten Landes mehr als nur vorsichtig bei der Auswahl potenzieller Nachkommen geworden. In gewissen Kreisen wird Ihnen sogar nachgesagt, dass sie so paranoid geworden sind und den Zorn ihrer Kinder so sehr fürchten, dass die Blutlinie in jüngster Zeit überhaupt keine Nachkommen mehr erschafft und nur noch zurückgezogen existiert, nur bestehend aus den wenigen Angehörigen der Linie, die noch existent sind. Dies mag tatsächlich nur ein Gerücht sein, doch es ist bekannt, dass die Tzimisce des alten Landes niemals leichtfertig potenzielle Nachkommen für ihre Reihen auswählen. Wie viele andere kainitische Linien auch beobachten sie geeignete Kandidaten oft lange Zeit im Voraus und entscheiden dann, ob es diese Person wert ist, die kommende Ewigkeit mit ihr zu verbringen. Aufgrund ihrer territorialen Einstellung gehen die Angehörigen der Blutlinie davon aus, dass sie viel Zeit in unmittelbarer Nähe ihrer Nachkommenschaft verbringen, da sie mit zu der einzigsten Gesellschaft zählt, die von den Tzimisce des alten Landes akzeptiert wird. Gleichzeitig achten die Tzimisce des alten Landes sehr auf die Verhaltensweisen und das Auftreten einer Person, sodass zumeist nur Leute einer gehobenen Gesellschaftsschicht und eines erfahreneren Alters (meist zwischen 30 und 40 Jahren) für ihren Kuss in Frage kommen. Aufgrund dessen, dass die Mitglieder der Blutlinie ihre angestammte Heimat kaum verlassen, können ihre Nachkommen die unterschiedlichsten Rollen für Sie erfüllen: Liebhaber, Sklaven, Schüler, Kameraden, je nachdem nach welcher Art von Gesellschaft es dem jeweiligen Angehörigen der Linie gelüstet. Um sicherzustellen, dass der Alptraum der Anarchenrevolte sich niemals wiederholt, werden alle erschaffenen Nachkommen von ihren Erzeugern blutgebunden, um ihre Loyalität zu gewährleisten und sie überdies einfacher unter Kontrolle halten und nach ihrem Willen manipulieren zu können.

Entstehung der Linie:Bearbeiten

Die Tzimisce des alten Landes fanden ihren Ursprung in der Geschichte erst vergleichsweise spät, denn bis zum Ende des finsteren Mittelalters existierte nur ein Clan Tzimisce als Ganzes. Zwar waren die Angehörigen des ursprünglichen Clans schon immer einzelgängerisch und isoliert gewesen, sodass jeder Kainit seinen eigenen Ansichten folgen konnte und niemals eine komplett geeinte Linie bestand, doch für viele Jahrhunderte folgten alle Tzimisce genau den Lehren, welchen die Angehörigen der Blutlinie bis in die Nächte der Neuzeit hinein treu geblieben sind. Diese Tatsache ist mit einer der Gründe, warum die Tzimisce des alten Landes vehement behaupten, keine Blutlinie, sondern die wahren Erben des Clans zu sein, während die Angehörigen des Hauptclans in ihren Augen lediglich jene degenerierten Exemplare sind, die den dunklen Einflüsterungen ihres finsteren Heimatlandes und den damit einhergehenden Verlockungen des Fleischformen erlagen. Sosehr die Tzimisce des alten Landes jedoch auf diese Aussage beharren, sosehr beweisen die historischen Aufzeichnungen über den Clan Tzimisce, dass die Disziplin des Fleischformen schon immer ein Teil und angewandte Praktik in der Linie gewesen ist und nicht erst durch die Korrumpierung der Clansangehörigen entstand, was die Ansichten der Blutlinie zumindest in dieser Hinsicht als falsch offenbart. Wer genau letztlich für die Entstehung der Blutlinie verantwortlich ist, kann aufgrund der Umstände, durch welche die Linie ihren Anfang nahm, nicht genau bestimmt werden, doch da sie ursprünglich vom selben Clan abstammen und theoretisch keine Abwandlung des Blutes sind, sondern nur andere Ansichten vertreten, führen sich die Tzimisce des alten Landes ebenso auf den mythischen Tzimisce zurück wie der Hauptclan.

Die Abspaltung der Tzimisce des alten Landes vom Hauptclan und damit der theoretische Beginn der Linie erfolgte am Ende der Anarchenrevolte, in welcher sich die jungen Kainiten in ganz Europa gegen ihre Ahnen auflehnten, unzählige alte Vampire von ihren Nachkommen ausgelöscht wurden und die alten Regeln und Bräuche mit einem Mal keinerlei Bedeutung mehr besaßen. Nachdem angeblich sogar der mächtige Tzimisce selbst von einem abtrünnigen Kainiten namens Lugoj Eidbrecher vernichtet worden sein soll, erkannten einige der wenigen überlebenden Ahnen des Clans, dass der Weg, den ihre Kinder gingen, letztlich nur zu ihrer eigenen Vernichtung und Degeneration führen würde. Etliche Tzimisce, vornehmlich solche, die alt und mächtig waren und bereits Ahnenstatus erreicht hatten, verweigerten sich dem Bündnis des Sabbat und lehnten es ab, dem Rest ihres Clans zu folgen und Teil der monströsen Sekte zu werden. Da sie jedoch während der massiven Revolte gelernt hatten, den Zorn ihrer Kinder zu fürchten, zogen es diese Kainiten vor, sich in ihre verfallenden Zufluchten in Osteuropa zurückzuziehen und eine Existenz der Isolation zu fristen. Während der Hauptclan der Tzimisce in den Reihen des Sabbat aufging und zu einem der zentralen Stützpfeiler der Sekte wurde, zogen sich die späteren Tzimisce des alten Landes zurück, in der festen Überzeugung, so der Verderbnis, der ihre Kinder offensichtlich mehr und mehr verfielen, entkommen zu können.

Bis in die Neuzeit hinein haben es die Angehörigen der Tzimisce des alten Landes vorgezogen, sich nicht mehr umfassend in den Dschihad einzumischen und fristen ein Dasein in Vergessen und Isolation. Da sie alle versprengt und äußerst revierbezogen sind, lässt sich nur schwer einschätzen, wieviele Mitglieder die Blutlinie überhaupt umfasst und die meisten Angehörigen des Hauptclans halten die Tzimisce des alten Landes nur noch für einen Mythos. Doch es halten sich in den großen Sekten, vornehmlich in den Reihen des Sabbat unter einigen älteren Mitgliedern eiserne Gerüchte, dass die Tzimisce des alten Landes ihre blutgebundenen Nachkommen in die Reihen der Sekten eingeschleust haben und daran arbeiten, diese systematisch und von innen heraus zu vernichten. Für diese Gerüchte gibt es jedoch keinerlei handfeste Beweise, auch wenn einige Sabbatmitglieder angeblich persönliche Gründe haben, diese Geschichten zu glauben. Die zusätzlichen Gerüchte über ein Bündnis der Tzimisce des alten Landes mit den gefürchteten Tal'Mahe'Ra tragen ebenfalls nicht dazu bei, die Angst innerhalb der Sekte vor dem Zorn dieser uralten Vampire zu mindern, da die Tzimisce des alten Landes möglicherweise selbst in den modernen Nächten immer noch stärker am Dschihad beteiligt sind als die meisten annehmen würden.

Organisation:Bearbeiten

Bereits in den Nächten des finsteren Mittelalters, als es nur einen geeinten Clan Tzimisce gegeben hat, sind dessen Angehörige Isolationisten und Einzelgänger gewesen. Während sich dies beim Hauptclan in den modernen Nächten aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Sabbat inzwischen geändert hat, sind die Angehörigen der Tzimisce des alten Landes dieser Unlebensweise immer treu geblieben. Nach wie vor sehnen sich die Mitglieder der Blutlinie zurück nach jener Zeit, als jeder Kainit für sich eine eigene Macht gebildet und die Grenzen seines eigenen Reichs gegen jedweden Eindringling verteidigt hat. So ist es nicht verwunderlich, dass es innerhalb der Blutlinie der Tzimisce des alten Landes kaum eine geeinte Linie gibt und auch sonst keinerlei Zusammenhalt existiert. Jeder Angehörige ist sein eigener Meister, bildet eine Brut zusammen mit seinen Nachkommen, Ghulen und Wiedergängern, die er zuvor sorgfältig ausgesucht hat und bewohnt sein eigenes, abgestecktes Territorium. Ihre eigene Domäne ist den Tzimisce des alten Landes derart wichtig, dass sie großen Wert darauf legen, dass jeder Fremde, selbst wenn er zur eigenen Blutlinie gehören sollte, diese Zuflucht nur auf Einladung betritt. Sollte ein Sterblicher oder anderer Kainit diese Regelung brechen und uneingeladen erscheinen, reagieren die Angehörigen der Blutlinie zumeist mit größter Gewalt und Grausamkeit. Dabei schrecken sie nicht einmal vor Mitgliedern ihrer eigenen Linie zurück. Ganz im Gegenteil verbringen die Tzimisce des alten Landes zumeist mehr Zeit damit, gegen andere Angehörige der Blutlinie jahrhundertealte Intrigen und Rachepläne zu schmieden, als dass sie gegen ihre gemeinsamen Feinde, zumeist in Form des Sabbat, vorgehen. Dies führt sich zumeist auf die Tatsache zurück, dass die Angehörigen der Blutlinie niemandem vertrauen und jeden anderen Vampir für einen potenziellen Feind halten, der sie hintergehen wird, sobald sich ihm die Gelegenheit bietet. Da die Blutlinie überdies aus extrem stolzen Kainiten besteht, sehen sie oftmals keinen Sinn darin, sich innerhalb einer Gemeinschaft oder Gruppe unterzuordnen. Dies geht sogar soweit, dass ein Tzimisce des alten Landes nur im absoluten Notfall, z.B. bei akuter Bedrohung seines Unlebens, die Unterstützung eines Mitglieds seiner Linie erbitten würde, da er somit riskiert, Schwäche zu zeigen. In den meisten Fällen setzen die Tzimisce des alten Landes ausschließlich ihre eigenen Ressourcen ein, um ihre Ziele zu erreichen.

Die Tzimisce des alten Landes sind wahre Meister darin, das Blutsband und seine mystischen Eigenschaften zu nutzen, um sich der Loyalität ihrer Untergebenen zu versichern. Nachdem sie ihre Gefolgsleute, die als einzige Form der Gesellschaft akzeptiert werden, ausgewählt haben, werden diese so gut wie alle dem Blutsband unterworfen, um jeden möglichen Verrat im Keim zu ersticken und sich ihrer Gefolgschaft absolut zu versichern. Dabei beeinflussen die Tzimisce des alten Landes bei ihrer Brut sogar die Emotionen in die gewünschte Richtung, um genau die Art von Gefolgschaft zu erhalten, die von Ihnen bevorzugt wird. Zumeist Nachkommen, aber auch Ghule und Wiedergänger erfüllen hierbei die Rolle von Liebsten, Familien, Freunden, Leibwächtern oder sogar Sklaven. Ein Liebster könnte dazu gezwungen werden, dem Tzimisce des alten Landes aufrichtige Liebe entgegen zu bringen, ein Freund könnte Zeichen wahrer Freundschaft erbringen und ein Wächter könnte äußerste Loyalität zeigen, ganz wie das Verlangen des Tzimisce des alten Landes es vorsieht. Dass diese Gefühle nur einseitig sind und darüber hinaus nicht real, sondern meist nur durch das Blutsband erzwungen, interessiert die Angehörigen der Blutlinie kaum und stört sie in den meisten Fällen auch nicht.

Die Tzimisce des alten Landes mögen eine Blutlinie von Isolationisten und Egozentrikern sein, doch trotz allem eint sie ihr Hass auf ihre degenerierten Brüder und Kinder und die Angst bzw. Abscheu vor der Disziplin des Fleischformens. Tatsächlich haben einige Tzimisce des alten Landes zur Bekämpfung ihrer Feinde letztlich sogar eine Allianz gebildet, die außerhalb der Blutlinie kaum bekannt ist und der auch nur Tzimisce des alten Landes angehören. Diese Allianz wird "Oradea Liga" genannt und ist einzig und allein zur Vernichtung des Sabbat und der, in ihren Augen, abtrünnigen Angehörigen des Hauptclans gegründet worden. Darüber hinaus schützt diese Vereinigung ihre Mitglieder jedoch auch vor den anderen, unzähligen Gefahren, welchen sich die Tzmisce des alten Landes in den weitläufigen Regionen Osteuropas Nacht für Nacht gegenübersehen, seien es Wolflinge, andere Kainiten oder sogar Vampirjäger. Somit ist die Mitgliedschaft in dieser Allianz alles andere als uneigennützig und viele Tzimisce des alten Landes glauben, dass jene, die sich dem Bündnis angeschlossen haben, dies nur taten, um sich dem Schutz und der Unterstützung der anderen Mitglieder zu versichern, ohne dabei ihren Stolz zu verletzen oder ihre Ehre zu verlieren.

Hintergründe:Bearbeiten

  • Theoretisch könnten die Tzimisce des alten Landes als die "Antitribu-Linie" des Hauptclans angesehen werden, da sie sich vollkommen gegensätzlich zu den meisten Angehörigen des Clans verhalten. Dieser Vergleich liegt insbesondere deshalb nahe, da die Tzimisce der einzige Clan sind, der keine Antitribu besitzt und dessen Mitglieder, abgesehen von der Blutlinie der Tzimisce des alten Landes, so gut wie alle zum Sabbat gehören. Die Angehörigen der Blutlinie verwehren sich dieser Bezeichnung jedoch vehement und betonen bei jeder Gelegenheit, dass sie sich nicht als Antitribu sehen, sondern als Mitglieder des wahren Clans. Somit ist die Bezeichnung als Antitribu nicht in vollem Umfang korrekt und nicht offiziell anerkannt.
  • Die Angst der Blutlinie vor der Disziplin des Fleischformens liegt in ihrem Glauben begründet, die Disziplin wäre die Verkörperung eines Parasiten namens "Seelenfresser", der jeden Vampir, der diese Gabe nutzt, nach und nach unter seine Kontrolle bringt und letztlich zu einem degenerierten Monster mit einer Abhängigkeit nach Fleischformen macht. Bis zur zweiten Edition war diese Aussage wahr und die Tzimisce waren wirklich als Überträger und Wirtskörper eines finsteren Parasiten konzipiert, der sie nach und nach verschlingt. Besonders im Quellenband "Dunkle Machenschaften der Schwarzen Hand" wurde dieser Aspekt noch stark herausgearbeitet. Bis zum Erscheinen der Revised Edition wurde diese, bei den Spielern doch sehr unbeliebte Auslegung der Tzimisce letztlich in Aberglauben der Blutlinie der Tzimisce des alten Landes umgewandelt, doch einige Regeln aus der vorherigen Zeit, wie z.B. Fleischformen als Geistesstörung, sind in die neue Edition übernommen worden.
  • Die zweite Schwäche, welche die Tzimisce des alten Landes angeblich besitzen, leitet sich davon ab, dass Dracula das einzig wirklich bekannte und überaus prominente Mitglied dieser Blutlinie ist. Da viele Eigenschaften der Blutlinie wirklich auch auf den Dracula aus den Bram Stoker Büchern zutreffen und die Linie allgemein große Ähnlichkeiten mit Ihm aufweist, wird davon ausgegangen, dass möglicherweise auch seine Schwäche, ein Haus nur auf Einladung betreten zu können, auf die Blutlinie übertragen werden kann. Tatsächlich würde sich diese Schwäche mit dem ausgeprägten Hang der Tzimisce des alten Landes zu ihren Zufluchten und der Bedeutung, die sie ihnen beimessen, decken. Jedoch gibt es nur wenige Quellen und Hinweise auf eine derartige Schwäche und so könnte es genausogut möglich sein, dass ausschließlich Dracula diese Schwäche zusätzlich besessen hat.
  • Die Tzimisce des alten Landes nutzen die ursprüngliche Disziplin des Clans Tzimisce, Fleischformen nicht und verfügen stattdessen über die Gabe der Beherrschung als Ersatz. Für viele Spieler stellt dies jedoch einen Makel dar, da die Blutlinie somit vieles, was die Tzimisce ausmacht, einfach nicht hat. Dafür verfügen die meisten Angehörigen der Blutlinie noch über die alte Kunst der Koldunischen Hexerei, welche mit der Thaumaturgie vergleichbar ist, nur dass sie elementarer und ursprünglicher ist. Wichtig dabei ist jedoch, dass zwar viele Tzimisce des alten Landes diese machtvolle Gabe beherrschen, doch zählt sie trotzdem nicht als Clansdisziplin der Blutlinie und sollte daher stets als clansfremde Disziplin gewertet werden.
  • Erzähler sollten einige Dinge beachten, wenn sie einem Spieler erlauben, einen Angehörigen der Blutlinie zu spielen: Die meisten Tzimisce des alten Landes sind sehr alt (meist 500 Jahre oder älter), haben Ahnenstatus und besitzen daher zumeist eine ausgeprochen große Macht. Gleichzeitig sind sie schwerer in eine Chronik zu integrieren, da sie in den seltensten Fällen selbst agieren, sondern meist ihre Gefolgschaft einsetzen. Am meisten Sinn macht es, die Tzimisce des alten Landes in einer Ahnenchronik zu spielen, die auf tiefgreifende Intrigen zwischen jahrhundertealten Vampiren ausgelegt ist.

Bekannte Mitglieder der Linie:Bearbeiten

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