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Clan: Tzimisce
Clansname: Clan der Former
Spitzname: Unholde
Zugehörigkeit: Sabbat
Clansgründer: Tzimisce (Gründer)
Disziplinen: Fleischformen, Auspex, Tierhaftigkeit, evtl. Koldunische Hexerei
Schwäche: Müssen in mind. zwei Handvoll Heimaterde ruhen

Die Tzimisce (sprich: Tschimiske) sind einer der 13 Hauptclans und mit die größten und grausamsten Bestien, die der Sabbat je hervorgebracht hat. Die meisten Angehörigen dieses Clans verdienen den Namen Unholde zurecht, denn sie gehören mit zu den entmenschsten und bestialischsten Kainiten, welche die Nacht durchwandern, was auch mit ein Grund ist, dass in den Reihen der Camarilla so gut wie keine Tzimisce zu finden sind. Der Clan führt sich auf den gleichnamigen Vorsintflutlichen zurück, der zu Lebzeiten ein Hexer gewesen sein soll und der mit den Geistern der Karpaten einen Pakt geschlossen hat, wodurch diese ihm angeblich die Fähigkeit gaben, Gottes Schöpfung selbst zu manipulieren. Da er auf diese Weise jedoch so sehr mit dem Land verknüpft wurde, soll dadurch auch die Clansschwäche der Tzimisce entstanden sein.

Allgemein:Bearbeiten

Lange Zeit war über die Bestien, welche Osteuropa durchwandern, kaum etwas bekannt, denn die Tzimisce haben es von jeher vorgezogen, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Kainiten einzumischen und im Gegenzug dafür haben nur wenige je versucht, ihnen ihre dortige Herrschaft streitig zu machen. Erst mit der Anarchenrevolte und der anschließenden Inquisition waren die Tzimisce gezwungen, aus dem Schatten heraus zu treten und sich am endlosen Dschihad zu beteiligen. Dort wurden sie unter den Clans schnell zu gefürchteten Gegnern, denn ihre grausamen und bestialischen Traditionen und Vorgehensweisen waren den anderen Clans bis dato fast unbekannt gewesen. Von allen Clans sind die Tzimisce am weitesten von der Menschlichkeit entfernt, denn im Gegensatz zu den meisten Kainiten streben sie nicht danach, diese zu erhalten, sondern sie abzulegen, um in ihrer Perfektion als Götter oder überlegene Wesen aufzugehen. Dabei hilft ihnen ihre unmenschliche Disziplin des Fleischformen, die es ihnen erlaubt, Fleisch und Knochen von sich selbst oder ihren Gegnern zu verändern oder neu zusammenzufügen. Allein aufgrund dieser Gabe und ihrem oft unmenschlichen Äußeren sind die Tzimisce Bestien, denen die meisten Kainiten niemals begegnen wollen.
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Das Wappen von Clan Tzimisce

Obwohl die Tzimisce den Sabbat als solchen nicht gegründet haben, so haben sie ihn doch maßgeblich mitgeprägt, denn ähnlich den Lasombra sahen die sehr auf ihr Land fixierten Tzimisce keinerlei Sinn darin, sich der Camarilla zu unterwerfen, denn dies hätte unweigerlich zur Folge gehabt, dass sie ihre Ländereien hätten aufgeben müssen. In der Neuzeit sind diese Bestien aus dem Sabbat kaum mehr wegzudenken, denn sie bilden eine der zwei großen Machtblöcke dieser Sekte. Würde man die Lasombra als das Herz des Sabbat bezeichnen, so wären die Tzimisce die Seele. Viele der alten Philosophien des Clans wurden in die Sekte übernommen, sodass sie noch monströser wurde, als sie es ohnehin schon wäre. Aufgrund dieser starken Präsenz und ihrer großen Anzahl im Sabbat, können die Tzimisce so gut wie jede Position innerhalb der Sekte innehaben. Viele der älteren oder gar der Ahnen des Clans sind in den höchsten Positionen als Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe zu finden, da sich solche alten Kainiten ohnehin kaum mit niedrigeren Positionen zufriedengeben würden und sie die Vorliebe des Clans, Ländereien zu beherrschen, zumindest teilweise befriedigen können, wenn sie Herrscher über eine Sabbatstadt sind. Die Jüngeren des Clans, welche sich schon früh in den Reihen des Sabbats verdient gemacht und vor allem lange genug überlebt haben, werden oftmals Rudelpriester oder Duktus. Diese Positionen sind perfekt für Tzimisce, denn auf diese Weise können sie ihr Rudel auf grausamste und bestialischste Weise gegen die Feinde des Sabbat anführen.

Wie in den meisten Aspekten ihres Unlebens, hat sich auch bei der Wahl ihrer Nachkommenschaft für die Tzimisce im Lauf der Jahrhunderte einiges geändert. Die früheren Tzimisce glaubten die Geschichten der Sterblichen und hielten die Vitae Kains für das mystische "Totenwasser", dass die Kraft hatte, den Tod zu überwinden. Aus diesem Grund vertraten sie die Ansicht, nicht jeder hätte es verdient, dieses Totenwasser zu erlangen. Daher rührt auch ihr Hass auf die Tremere, denn diese haben sich dieses mystische Wasser unerlaubt von einem ihrer Ahnen angeeignet und wären in den Augen der Tzimisce nie für eine Existenz als Kainiten bestimmt gewesen. Aufgrund dieser sehr beengten Sichtweise des vampirischen Fluchs hatten die früheren Tzimice genaue Vorstellungen davon, was ein potenzieller Nachkomme haben sollte, zumal diese teilweise viele Jahrhunderte im Dienste ihrer Erzeuger standen und daher nur die Besten gebraucht wurden. Die meisten Tzimisce der Vergangenheit rekrutierten sich aus den Reihen der "Wiedergänger-Familien", die vom Clan der Former über Jahrhunderte hinweg kultiviert wurden, um die besten Eigenschaften zu erhalten und zu verbessern. In der Neuzeit hat sich diese Sichtweise der Tzimisce geändert. Die Jungen des Clans geben den Kuss, sehr zum Ärger ihrer Ahnen, an jeden weiter, der für den Sabbat nützlich erscheint und da die meisten dieser jungen Vampire ohnehin nicht lange überleben, spielt es auch keine Rolle, ob sie für die Existenz als Kainiten und Tzimisce überhaupt geeignet sind. Viele dieser marodierenden Monster beherrschen nicht einmal mehr die Gabe des Fleischformen, während die alte Koldunische Hexerei selbst unter den Ahnen immer seltener wird.

Clansgeschichte:Bearbeiten

Die Geschichte des Clans Tzimisce ist voller Ungereimtheiten und Mysterien und dennoch sind die ältesten unter ihnen unglaublich stolz auf ihre Vergangenheit. Bis ins Mittelalter hinein lässt sich die Geschichte der Tzimisce kaum mit jener der anderen Clans in Verbindung bringen, da sie ihren Stammsitz in Osteuropa bis dato niemals verlassen hatten. Die Angehörigen des Clans der Former behaupten, ihr Gründer wäre der erste Vorsintflutliche gewesen, der angefangen hätte, über das Antlitz der Erde zu reisen und die Sicherheit der ersten Städte hinter sich zu lassen. Dabei soll er bis in die Karpaten vorgedrungen sein und die alten Geister dieser Gebirge, allen voran der Welten umspannende Geist "Azhi Dahaka", hätten den Clan und ihren Gründer dort willkommen geheißen. Aufgrund dieser alten Geschichten war für die Tzimisce bis ins Mittelalter hinein klar, dass Osteuropa ihnen gehörte und niemandem sonst. Lange hielten sie es nicht für nötig, sich in die Länder des Westens, die ihrer Meinung nach von den anderen Clans verseucht waren, auszubreiten, sondern sie konzentrierten sich vollständig auf die Verteidigung und regierten ihre Ländereien als mächtige Voivoden. Dabei wurden sie mit der Zeit eine so konstante Macht im Osten, dass sie teilweise sogar offen unter den Sterblichen regieren konnten, da ihre Existenz für die Menschen dieser Regionen zum Leben einfach dazugehörte.

In den Nächten des finsteren Mittelalters änderte sich die Geschichte des Clans Tzimisce auf drastische Weise. Als der Clan der Tremere sich im Osten, genauer in Ceoris, zu erheben begann und sich auch noch herausstellte, dass sie durch das gestohlene "Totenwasser" der Tzimisce zu Vampiren geworden waren, begann der Clan der Former mit aller Gewalt gegen die Tremere zu kämpfen. Obwohl die Tzimisce von jeher als "Hohe Clans" gesehen wurden und man von ihnen mehr Taktik oder Diplomatie hätte erwarten können, griffen sie die Gildehäuser der Tremere im Osten an, brannten sie nieder und schlachteten die Tremere ab, denn für sie war klar, dass sie keine Blutlinie ihres Clans wie diese dulden würden. So entbrannte in Osteuropa der sogenannte "Omenkrieg" in dem zunächst nur Tremere und Tzimisce kämpften, in den sich jedoch später auch andere Clans wie die Ventrue, die Nosferatu und die Gangrel einmischen sollten. Obgleich die Tzimisce die uneingeschränkten Herrscher des Ostens waren, gewaltige Macht über die Menschen, Kainiten und sogar Tiere des Landes ausübten und dank ihrer Gabe des Fleischformens entsetzliche Bestien für den Kampf erschaffen konnten, entzweite sie letztlich ihre Uneinigkeit. Mehr und mehr Land des Clans fiel an ihre Feinde, denn von jeher waren die Tzimisce Einzelgänger, die nicht einmal mit ihren Clansbrüdern zusammenarbeiten wollten. So verteidigte jeder von ihnen nur seinen eigenen Landstrich, was letztlich ihre Niederlage bedeutete und der Clan somit seine Vorherrschaft im Osten verlor.

Bis zur Gründung der Camarilla beim Konvent von Thorns hatten die Tzimisce viel ihrer ehemaligen Reiche eingebüßt und einiges an Macht verloren. Für sie war die Gründung der Camarilla die höchste Beleidigung, denn nicht nur, dass die von ihnen so gehassten Tremere an deren Gründung beteiligt waren, sondern sie sollten den Usurpatoren gegenüber auch gleich sein und ihre Ländereien zugunsten der neuen Sekte aufgeben. So kam es, dass die eitlen und stolzen Tzimisce sich dem Bündnis verweigerten und sich Jahre später mit den Lasombra zusammentaten, welche ebenfalls nicht der Camarilla beigetreten waren. In den kommenden Jahrhunderten schließlich, breiteten sich die Tzimisce durch ihre Aktivitäten im Sabbat über die gesamte Welt aus und sind in der Neuzeit fester Bestandteil jeder Sabbatstadt. Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Sabbat hat der Clan jedoch fast alles seiner alten Ideale verloren, denn in der Neuzeit sind die Mitglieder des Clans meist nur noch marodierende Bestien, die keinerlei Wert mehr auf die Philosophien legen, die den alten Tzimisce-Ahnen teilweise immer noch wichtig sind. So verkommen viele Tzimisce mehr und mehr zu blutrünstigen Bestien, die sich höchstens noch mit dem Titel des größten Alptraums der Menschheit brüsten können.

Organisation:Bearbeiten

Von jeher galten die Tzimisce als stoische Einzelgänger und diese Einstellung hat sie einst ihre Vorherrschaft in Osteuropa gekostet. Nichtsdestotrotz gibt es innerhalb des Clans erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen den einzelnen Mitgliedern, ihren Verhaltensweisen und vor allem ihrer Herkunft. Seit jeher kultivieren die Tzimisce sogenannte Wiedergänger-Familien, die erstaunliche Ähnlichkeiten zu Ghulen aufweisen, jedoch weit stärker und gefährlicher sind. Diese Familien, die über Generationen hinweg mit dem Blut des Clans der Former gefüttert wurden, entwickelten im Laufe der Zeit immer mehr vampirische Eigenschaften und obwohl sie immer noch Sterbliche sind, weisen manche von ihnen erstaunliche Affinitäten von vampirischen Fähigkeiten auf. Viele Tzimisce-Ahnen, die noch die alten Traditionen wahren und respektieren, rekrutieren ihre Nachkommenschaft immer noch aus den Reihen dieser Familien, von denen einige selbst in der Neuzeit noch existent sind und teilweise einflussreiche Positionen in Wirtschaft und Politik besitzen.

Da immer noch einige, vornehmlich europäische Tzimisce aus den Reihen dieser Wiedergänger-Familien stammen, strukturiert sich der Clan nach wie vor in die Richtungen, welche diese Familien gegangen sind, da somit viele Neugeborene der Tzimisce deren Überzeugungen teilen und oftmals auch deren Ziele weiterhin verfolgen. Dadurch hat der Clan auch außerhalb des Sabbat immer noch eine gewisse Einigkeit, aber zugleich auch eine tiefe Kluft, denn nicht immer laufen die Interessen der Wiedergänger-Familien miteinander konform. In der Neuzeit sind noch fünf große Wiedergänger-Familien bekannt, da viele von den Sterblichen oder durch den Unlebenswandel der Tzimisce vernichtet wurden. Immer noch aktiv bekannt sind: die Bratovitch, die Zantosa, die Grimaldi, die Obertus und die Oprichniken.

Neben ihren Wiedergänger-Familien und dem Sabbat gibt es noch einen weiteren Aspekt, den (zumindest die Ahnen) des Clans der Former gemeinsam haben: die Disziplin des Fleischformen. Obwohl viele junge Sabbat-Tzimisce diese mächtige Gabe nicht oder nur in sehr geringem Ausmaßbeherrschen, ist sie nach wie vor eine der mächtigsten Waffen des Sabbat, denn damit können die erfahrenen Tzimisce ihre Kriegsghule erschaffen, die sie gegen ihre Feinde in den Kampf schicken. Diese Monster, welche zumeist aus miteinander verschmolzenen Tieren oder Menschen bestehen, die auf bestialische Weise in lebende Waffen verwandelt wurden, sind durch das Blutsband an ihre Herren gebunden und bilden den wahren Schrecken, den die Tzimisce entfesseln können. Die kleineren von ihnen werden oftmals "Szlachta" genannt, während die riesigen "Vozhd" genannten Monster zu den abscheulichsten Wesenheiten gehören, welche in der Welt der Dunkelheit jemals gesehen wurden.

Hintergründe:Bearbeiten

  • Die Clansschwäche der Tzimisce kann sich in mehreren möglichen Variationen äußern, denn der Begriff "Heimaterde" kann vielseitig gedeutet werden. Bei den meisten, vor allem den jüngeren Tzimisce bedeutet das einfach nur, dass sie in Erde ruhen müssen, die aus dem Vorgarten ihres Geburtshauses, des letzten Wohnortes als Sterblicher oder von dem Friedhof stammt, wo die meisten Mitglieder der Familie begraben liegen. Bei einigen älteren Tzimisce-Ahnen ist jedoch das Phänomen aufgetreten, dass sie nur in der Erde Rumäniens, der Heimstatt ihres Vorsintflutlichen, wirklich erholsam ruhen können. Ob dies darauf zurückzuführen ist, dass sie aufgrund ihrer niedrigeren Generation näher an ihrem Ahnherrn sind oder einfach nur ein Zufall ist, ist vollkommen unbestätigt.
  • Aufgrund der Tatsache, dass sich die meisten Tzimisce, die wenigstens rudimentäre Kenntnisse des Fleischformen besitzen, selbst teilweise in groteske Monster verwandeln, um damit ihre Menschlichkeit abzulegen und sich selbst zu "überirdischer Schönheit" zu verhelfen, könnte man diesen Vampiren zusätzlich die Clansschwäche der Nosferatu anhängen, da ihr Aussehen eindeutig sofort einen Maskeradebruch darstellen kann. Dies sollte jedoch immer von den Spielern mit dem Erzähler besprochen werden und trifft auch nur dann auf Tzimisce zu, wenn diese sich bereits körperlich verändert haben. Da sie jedoch auch jederzeit ihre menschliche Gestalt wieder annehmen könnten, können die Spieler den Ausbruch dieser Schwäche selbst kontrollieren.
  • Den alten Legenden der Tzimisce nach, war der wohl bekannteste Vampir der Geschichte, Dracula, ein Anhänger ihres Clans. Sie rechtfertigen diese Behauptung damit, dass er zu grenzenloser Grausamkeit gegen seine Feinde fähig war, eine Eigenschaft die unter den alten Tzimisce sehr verbreitet ist. Ferner war er ein Fürst der Walachei und könnte somit dem alten Wiedergänger-Geschlecht der Kinder Dracons entstammen. Obwohl die anderen Clans diese Behauptung nicht unbedingt anerkennen und oftmals behaupten, Dracula wäre ein Gangrel oder gar ein Caitiff gewesen, halten die alten Tzimisce unbeirrt an ihrer Meinung fest.
  • Mit ihrer Gabe des Fleischformen sind die Tzimisce in der Lage, jedwedes Fleisch zu verformen und zu verändern, sowohl von Sterblichen, als auch von Kainiten und sogar von Garou. Erstaunlicherweise wirkt ihre Disziplin jedoch nicht auf die Nosferatu, die dagegen vollkommen immun zu sein scheinen. In Sekundenschnelle nimmt der Körper eines Nosferatu, der von einem Tzimisce verformt wurde, wieder seine ursprünglich entstellte Gestalt an. Dies ist ein Indiz für die wahre Macht von Kain, dessen Fluch über die Nosferatu stärker ist als jede Disziplin, die jemals geschaffen wurde. Für viele ist dies ein Zeichen, dass auch die anderen Disziplinen der Clans gegen den ersten Vampir vollkommen machtlos wären.

Bekannte Mitglieder des Clans:Bearbeiten



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