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Blutlinie: Noiaden
Abstammung: Gangrel
Spitzname: Wanderer
Zugehörigkeit: Keine, da ausgestorben
Gründer: Unbekannt
Disziplinen: Auspex, Gestaltwandel, Tierhaftigkeit
Schwäche: Können kein Tierblut trinken

Die Noiaden sind eine altertümliche Blutlinie der Gangrel, die vornehmlich während der Nächte des finsteren Mittelalters in den baltischen Regionen Europas Ihr Unleben führten und sich unter den dort heimischen Nomadenstämmen der Samì aufhielten. Sie waren stets bekannt dafür, ausgezeichnete Schamanen und spirituelle Führer zu sein, jedoch auch, dass Sie sich jedwedem Fortschritt verweigerten und nur den althergebrachten Traditionen und Lehren der alten, heidnischen Kulturen folgten, die Sie seit jeher ausübten. Diese Unfähigkeit, sich an Veränderungen einer sich wandelnden Welt anzupassen sorgte letztendlich dafür, dass die Noiaden mit dem Fortschritt des Christentums und der Entdeckung der baltischen Regionen durch immer mehr westlich orientierte Kainiten immer weiter zurückgedrängt und bis zum Ende des 15. Jahrhunderts ausgelöscht wurden.

Allgemein: Bearbeiten

Die Noiaden sind eine Abspaltung des Clans Gangrel , die sich in grauer Vorzeit in die Länder des nördlichen Baltikums (vornehmlich Schweden, Finnland und Norwegen) ausgebreitet haben. Tatsächlich gehören Sie mit zu den ersten Vampiren Europas und durchstreiften besonders die nördlichen Landstriche lange vor den großen Clans und anderen Blutlinien. Von allen Kainiten des finsteren Mittelalters hat überdies keine andere Blutlinie sich jemals so weit nach Norden begeben wie die Noiaden. Zu Recht sind Sie stolz darauf, als einzige Vampire das Nordlicht gesehen zu haben. Die Noiaden sind Nomaden und Wanderer, die aufgrund der spärlichen Besiedlung Ihrer Heimat keine andere Wahl haben, als sich an die einheimischen Menschenverbände und Stämme zu halten. Bereits seit Urzeiten folgen diese Kainiten daher den Samì, einer im
LogoBloodlineNoiad

Das Wappen der Noiaden

Norden heimischen Volksgruppe, die als Stämme durch das Baltikum streifen und dort nach Nahrung und Möglichkeiten zum Überleben suchen. Obgleich die Noiaden sich relativ offen unter den Samì bewegen können (werden Sie doch als Schamanen, Sternendeuter und auch als Sprecher der Götter angesehen), sind Sie auch in unangenehmer Weise auf die Sterblichen angewiesen. In den langen Phasen am nördlichen Ende der Welt, wo die Sonne über drei Monate am Stück nicht untergeht, benötigen die Noiaden die Samì, damit Sie Ihnen Schutz vor der Sonne bieten und Sie regelmäßig mit Blut versorgen, um ein Ausdorren zu verhindern. Die Samì kommen dieser Verpflichtung zumeist sorgfältig nach, auch wenn es besondere Vorsicht bedeutet, einen Vampir am Tage zu wecken und Ihn mit ein wenig Blut zu versorgen. Im Gegenzug für diese Fürsorge verteidigen die Noiaden die Samì jedoch vor jedweder Bedrohung nach außen und sind sehr streng und pflichtbewusst, wenn es um das Dasein Ihrer Schutzbefohlenen geht. Schließlich hängt auch Ihr eigenes Überleben maßgeblich davon ab.

Die Noiaden sind eine sehr geheimnisumwitterte Blutlinie, die unter den anderen Kainiten niemals wirklich bekannt war. Die wenigen Vampire, die effektiv von Ihnen wussten, ignorierten die Noiaden zumeist, da diese Blutlinie in keinster Weise eine Bedrohung darstellte und sich überdies im äußersten Niemandsland des Nordens herumtrieb. Tatsächlich sind nur sehr wenige Fälle bekannt, in denen Noiaden in die südlicheren Gebiete Europas gekommen wären und noch seltener war es, dass ein solcher Kainit sich mit anderen Vampiren zusammengetan hätte. Die meiste Zeit verbrachten die Noiaden in der Abgeschiedenheit des hohen Nordens, wo der Schutz vor Feinden schon allein dadurch gewährleistet wurde, dass kein Kainit sich in dieses unwirtliche Land begeben hätte. Die ersten Kontakte mit Kainiten aus dem südlichen Europa waren dann auch relativ schnell der Anfang vom Ende für die Noiaden. Mit anderen Vampiren kam das Christentum und darauf folgte der beinahe Untergang der Samì und das Ende der Blutlinie der Noiaden. Noch vor Gründung der Sekten waren die einzigen Kontakte mit anderen Kainiten kriegerischer Art und da die Noiaden schnell unterlagen, ist unbekannt, welcher Sekte Sie sich angeschlossen hätten. Am naheliegendsten ist jedoch, dass Sie Unabhängige geworden wären, da Ihr vehementes Beharren auf den alten heidnischen Religionen nicht mit den moderneren Ideologien der Sekten vereinbar gewesen wäre.

Da die Noiaden sich nur unter den Stämmen der Samì bewegten, wurde auch nur Angehörigen dieser Volksgruppe tatsächlich der Kuss geschenkt, womit die Noiaden sich alle aus ein und derselben einsiedlerischen Lebensart rekrutierten, was Ihren Horizont zusätzlich einschränkte. Der Kuss wurde dabei niemals leichtfertig vergeben. Die Noiaden beobachteten entsprechende Kandidaten lange und mussten sich sicher sein, dass diese Individuen fähig genug waren, um als göttliche Kreaturen, wie sie sich selbst sahen, auf Erden zu wandeln und die Stämme zu führen. Ein Hang zum Weissagen, Traum- und Sterndeuten waren gute Voraussetzungen für den Kuss der Noiaden. Körperliche Stärke war der Blutlinie nicht so wichtig, da es, bedingt durch die rauhen Bedingungen im kalten Norden, ohnehin keine schwachen Sterblichen gab, die das Erwachsenenalter erreicht hätten. Gute Kandidaten für den Kuss waren auch solche, aus deren Familien bereits zuvor ein Kainit hervorgegangen war. Solche Familien wurden genau im Auge behalten, da man davon ausging, dass eventuelles zukünftiges Potenzial besonders hier verborgen sein könnte.

Entstehung der Linie:Bearbeiten

Der Ursprung der Blutlinie der Noiaden und sogar der Name des ursprünglichen Begründers der Blutlinie sind über die Jahrhunderte im Nebel der Zeit verloren gegangen. Tatsächlich wissen noch nicht einmal die Noiaden selbst, von wem Sie abstammen, doch behaupten Sie von sich selbst, schon immer in den Weiten Skandinaviens existiert zu haben. Das einzige, was als sicher gilt ist, dass die Noiaden tatsächlich weit vor allen anderen Kainiten die Länder des Nordens und des Baltikums besiedelt und sich dort unter den nomadischen, sterblichen Stämmen niedergelassen haben. Zwar war das Überleben der Blutlinie nur durch Ihre intensive Bindung an die sterblichen Stämme gesichert, doch im Laufe der Jahrhunderte wurden die Noiaden in den Augen der einheimischen Samì zu gottgleichen Wesenheiten, zu Führern, Schamanen, Sterndeutern und Behütern vor den Gefahren, welche die Wildnis mit sich bringt.

Über viele Jahrhunderte hinweg waren die Noiaden und die sterblichen Stämme der Samì als Einheit verbunden. Im Gegenzug, dass die Sterblichen ihre Körper in den langen Zeiten der Mitternachtssonne schützten (eine Zeit, in welcher die Sonne über drei Monate am Stück nicht unterging) und Sie mit ausreichend Blut versorgten, beschützten die Noiaden die Samì Ihrerseits vor allen Feinden, darunter plündernde Wikingerhorden und wilde Tiere, aber auch Krankheit und Hungersnöte, wenn die Samì in Gebiete vordrangen, in denen ein Überleben kaum möglich war. Oftmals konnten die Noiaden die Stämme vor dem Aussterben retten, indem Sie deren Mitglieder mittels Vampirblut zu Ghulen machten und Ihnen so die Möglichkeit gaben, die langen, kalten Nächte besser zu überstehen.

Doch letztlich erwies sich der Schutz der Noiaden als beinahe Untergang für die Stämme der Samì. Die Kainiten der Blutlinie achteten penibel darauf, dass die Samì mit keiner anderen Kultur in Berührung kamen, da Sie selbst höchst misstrauisch gegenüber allem Fremden waren und dies konsequent ablehnten. Sie waren der Meinung, dass die Lebensweise, die jahrhundertelang funktioniert hatte, sich nicht zu verändern brauchte, sondern bis in alle Ewigkeit Bestand haben könnte. Wann immer fremde Kulturen und Bedrohungen auf die Samì zukamen, führten die Noiaden die Stämme weiter in den hohen Norden, bis Sie schließlich die äußersten Landstriche von Schweden, Finnland und Norwegen als Heimstatt bewohnten. Doch als der Krieg der Prinzen schließlich auch die Länder Skandinaviens erreichte, funktionierte die Strategie der Noiaden nicht mehr. Erstmals kamen Sie in Kontakt mit dem Christentum und in deren Fahrwasser folgten Kainiten, vornehmlich Eroberer, wie die Ventrue und die Lasombra. Die jahrhundertealte Kultur der Samì konnte sich dem neuen Fortschritt und den neuen Ideologien nicht ewig widersetzen und gleiches galt auch für die Noiaden. Diese waren jedoch nicht in der Lage sich den neuen Bedingungen anzupassen. Ihre Abneigung und Ihre Engstirnigkeit sollte letztendlich das Ende der Blutlinie bedeuten. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts fanden sich kaum noch Spuren der Blutlinie der Noiaden. Es ist nicht bestätigt, gilt jedoch als höchst unwahrscheinlich, dass ein Angehöriger der Blutlinie die Nächte des finsteren Mittelalters überdauert haben könnte.

Organisation: Bearbeiten

Die Noiaden lebten ausschließlich in den unwirtlichen Landstrichen Skandinaviens in der Gesellschaft reisender Stämme der Samì, weswegen auch die Angehörigen der Blutlinie untereinander nur wenige Kontakte pflegten. Zumeist existierten in den einzelnen Stämmen nie mehr als ein oder zwei Kainiten , da zu befürchten stand, dass der Stamm zu geschwächt werden könnte, wenn Er mehrere Vampire ernähren müsste. So war der einzige Kontakt, den ein Noiade manchmal mit anderen seiner Art hielt, Tierghule oder die Disziplin "Tierhaftigkeit " zur Überbringung von Botschaften zwischen den Stämmen, doch auch diese Methode gewährleistete nur unregelmäßige Kontakte, da die einzelnen Stämme sich oftmals weit auseinander bewegten und auch Tiere erst eine längere Strecke überwinden mussten, um eine Botschaft zu überbringen.

Die einzigen regelmäßigen Treffen der Blutlinie fanden statt, wenn die Noiaden aus den einzelnen Stämmen zusammentraten, um die Zukunft aus den "Guovssahas", den Nordlichtern, abzulesen. Bei diesen unregelmäßigen Treffen traten die Schamanen der Noiaden zusammen, um die Zukunft ihrer jeweiligen Stämme, etwaige Bedrohungen, Wanderrouten und ähnliches aus den Nordlichtern abzulesen. Es war eine seltene Gelegenheit, Geschichten auszutauschen und mit Anderen Kainiten Ihrer Art zu verkehren. Außerdem konnten die Noiaden auf diese Art und Weise überprüfen, ob Sie alle die gleichen Informationen aus den Nordlichtern bezogen und die heidnischen Götter Ihres Glaubens Ihnen somit Allen dasselbe verrieten. Außerhalb dieser Treffen war es höchst selten, dass sich die Noiaden mit mehreren Anderen Ihrer Blutlinie zusammentaten und austauschten.

Die meiste Zeit Ihres Daseins verbrachten die Noiaden unter den Stämmen der Samì, deren Anführer, Schamanen und Führer Sie waren. Obgleich die Sterblichen ein großes Risiko eingingen, einen Kainiten in Ihren Reihen zu beherbergen und Ihm solch große Macht über Sie zu geben, vertrauten die Samì den Noiaden. Dieses Vertrauensverhältnis bestand in beide Richtungen, denn auch die Noiaden mussten großes Vertrauen darauf haben, in den Tagen der Mitternachtssonne von den Samì beschützt und mit Blut versorgt zu werden. Aufgrund dieser engen Bindung und Abhängigkeit, die keine andere Blutlinie so sehr besitzt, sind die Noiaden in besserem Kontakt mit den Sterblichen als mit den Vampiren. Für Sie zählt Ansehen und Status nur innerhalb Ihrer sterblichen Gemeinschaft, während es innerhalb der Reihen der Blutlnie selbst so gut wie keinen Status gibt, den ein Noiade erreichen könnte.

Hintergründe:Bearbeiten

  • Aufgrund der Tatsache, dass die Noiaden jedweden Kontakt außerhalb Ihrer Kulturen und Stämme ablehnen, ist es schwierig für Spielleiter, einen Angehörigen dieser Blutlinie in eine Chronik einzubinden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Noiaden Ihre Heimat selten bis gar nicht verlassen und somit kaum Kontakte zu anderen Kainiten knüpfen könnten, geschweige denn, einem Klüngel beizutreten. Letztlich bietet sich die Blutlinie vermehrt als Werkzeug des Erzählers an, um interessante Hintergründe in eine nordländische Chronik zu bringen. Sollten Spielter diese Blutlinie selbst spielen wollen, empfiehlt sich am ehesten eine Chronik mit Vampiren, die allesamt aus den Reihen der Noiaden stammen. Letztlich ist allerdings kaum etwas über diese Blutlinie bekannt und das ist auch gut so: Sie sind ein Geheimnis des Nordens und sollen dies auch bleiben.

Bekannte Mitglieder der Linie:Bearbeiten

Es sind keine Angehörigen der Blutlinie namentlich bekannt.

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