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Blutlinie: Lhiannan
Abstammung: Gangrel
Spitzname: Druiden, Barbaren, Wilde
Zugehörigkeit: Keine, da ausgestorben
Gründer: Die Alte
Disziplinen: Ogham, Präsenz, Tierhaftigkeit
Schwäche: Territorial gebunden/ Leicht enttarnbar

Die Lhiannan sind eine mittelalterliche Blutlinie, die Ihre Wurzeln in der antiken Druidenkultur haben und deren alte Bräuche und Rituale von den Angehörigen der Linie mit großem Eifer praktiziert werden. Die Lhiannan sind territorial sehr gebunden und bewohnten vornehmlich während der Nächte des finsteren Mittelalters die unerforschten Wälder Europas, wo Sie ungestört ihrer Verbindung mit der Natur nachgehen konnten. Obwohl sie sich in Ihrem Verhalten und ihren Fähigkeiten stark vom Hauptclan unterscheiden, sind die Lhiannan eine stark entfremdete Blutlinie von Clan Gangrel. Bis in die Nächte der Neuzeit ist die Blutlinie jedoch vollständig ausgestorben, aufgrund ihrer heidnischen Wurzeln überlebten die Lhiannan das Ende des Mittelalters und die damit verbundenen Veränderungen für die Kainiten nicht.  

Allgemein:Bearbeiten

Die Lhiannan sind eine antike Blutlinie, die vornehmlich während der Nächte des finsteren Mittelalters existierte und ihren Ursprung in den heidnischen Kulturen und Bräuchen des Druidentums hatte. Wie viele andere Blutlinien, die einen heidnischen Glauben angenommen haben und verkörpern, glauben die Lhiannan nicht, vom biblischen Kain abzustammen und weigern sich daher auch, sich auf einen Clan zurückzuführen, der einstmals von einem Vorsintflutlichen gegründet worden sein soll. Dem Glauben der Lhiannan nach führt sich die Blutlinie auf eine Wesenheit zurück, die nur als "Die Alte" bekannt ist und deren Essenz angeblich in jeder Lhiannan weiterlebt. So ist jeder Angehörige dieser Blutlinie, ihrem eigenen Glauben nach, eine Mischung aus Vampir und Geist und durch rituelle Bräuche und Opferungen tragen die Lhiannan stets zu dieser Meinung bei. Die Mitglieder
LogoBloodlineLhiannan

Das Wappen der Lhiannan

der Blutlinie erwählen sich oftmals ganze Wälder als Zufluchten, mit denen Sie auf einzigartige Weise verbunden sind und diese entsprechend selten nur verlassen. Dies hat auch einen praktischen Nutzen, da die Lhiannan außerhalb ihrer Zufluchten und Heimatgebiete schnell an Stärke verlieren und zunehmend schwächer werden. Für die Angehörigen der Linie ist dies ein weiterer Beweis für ihre Verbundenheit mit den Geistern der Natur und den Ländern selbst. Während ihrer frühesten Nächte hatten die Lhiannan nie eine Notwendigkeit darin gesehen, sich mit anderen Kainiten zu verbünden, doch das Aufkommen des christlichen Glaubens und der damit einhergehende Untergang der heidnischen Kulturen bringt die Lhiannan zum Ende des finsteren Mittelalters schließlich in arge Bedrängnis. In dem sicheren Wissen, dass Sie den Vormarsch der neuen Religionen nicht allein aufhalten können, schließen sich viele Lhiannan dieser Zeit mit anderen Kainiten zusammen, in der Hoffnung, ihre einzigartigen Fähigkeiten gegen Schutz und Unterstützung eintauschen zu können. Durch dieses Einmischen in den Dschihad haben die Lhiannan jedoch auch ungewollte Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn gerade die zu dieser Zeit aufstrebenden Tremere interessieren sich sehr für die sonderbaren, druidischen Fähigkeiten, über welche die Lhiannan verfügen.

Die Blutlinie der Lhiannan hat den Wandel der Sterblichen und der Kainiten am Ende des finsteren Mittelalters nicht überdauert und somit hat kein Angehöriger der Blutlinie die Gründung von Camarilla und Sabbat miterlebt. Somit ist bei dieser Blutlinie fraglich, welcher Gruppierung sie sich angeschlossen hätten, wenn sich die Möglichkeit ergeben hätte. In den Reihen der Camarilla hätte die Blutlinie vermutlich keinerlei Rückhalt erhalten, da bereits zur Zeit der Existenz der Linie besonders die damaligen "Hohen Clans", die Ventrue, Toreador und Brujah, in den Lhiannan nur barbarische Wilde und damit unwürdige Kreaturen gesehen hatten. Somit hätten die Lhiannan sich dem Bündnis der Camarilla eher nicht angeschlossen. Am wahrscheinlichsten wäre die Blutlinie vermutlich den Reihen des monströsen Sabbat beigetreten, da die Sekte ein großes Maß an Ritualen und spiritistischen Bräuchen des Mittelalters verkörpert und die Lhiannan somit ihren Teil zu diesen Riten hätten beitragen können. Ferner hatten die Lhiannan bereits zur Zeit des Mittelalters gute Beziehungen zu den Tzimisce, die ihre territoriale Verbundenheit sowie ihre grausigen und blutigen Rituale immer zu schätzen gewusst haben. Aufgrund ihrer Abstammung von Clan Gangrel und dem damit einhergehenden Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit hätten einige Lhiannan vermutlich auch den Weg als Unabhängige gewählt, um sicherzustellen, dass ihre Bräuche und Traditionen unverfälscht von anderen Kainiten an zukünftige Generationen weitergegeben werden können.    

Dem Glauben der Lhiannan nach trägt jedes Mitglied der Blutlinie etwas von der Essenz der Gründerin in sich und gibt einen Teil davon während des Kusses wiederum an den entstehenden Nachkommen weiter, sodass alle Lhiannan durch diese Essenz miteinander vereint und an die Alte gebunden sind. Dieser Glaube hat jedoch auch zur Folge, dass die Lhiannan nur extrem selten den Kuss weitergeben, da sie befürchten, dass sich die Essenz der Gründerin durch eine wachsende Zahl an Nachkommen immer weiter verflüchtigt und dies die Blutlinie als ganzes schwächt. Somit ist die Blutlinie zeit ihrer Existenz niemals sehr zahlreich gewesen, was Vermutungen zufolge mit ein Grund für das letztendliche Aussterben der Lhiannan war. Wenn sich eine Lhiannan doch einmal dazu durchgerungen hat, einen Nachkommen zu erschaffen, so hat dieser meist ein tieferes Verständnis für die heidnischen Kulturen aufbringen müssen, entweder weil er bereits zu Lebzeiten Teil eines Blutkultes der Lhiannan gewesen ist oder weil er sich selbst mit entsprechenden Dingen befasst hat, wie z.B. ein Heiler oder Jäger. Als die Bedrohung durch das Christentum am Ende des MIttelalters jedoch immer größer geworden ist, haben viele Lhiannan begonnen, entgegen ihrer sonstigen Ansichten über die Schwächung des Blutes, ganze Bruten von Nachkommen zu erschaffen, zum einen als Schutz vor den Feinden von außerhalb und auch, um Gesellschaft und Helfer für ihre Rituale zu haben.

Entstehung der Linie:  Bearbeiten

Der genaue Ursprung der Blutlinie der Lhiannan ist unter den Kainiten gänzlich unbekannt, da die Vampire der Linie stets von sich selbst behaupten, von jener mysteriösen Wesenheit abzustammen, die man nur als "Die Alte" kennt. Verschiedene kainitische Gelehrte des Mittelalters glaubten, dass die Beschreibung dieses Wesens sich mit den bekannten Informationen über eine Gestalt aus dem Buch Nod decken würde, doch konnten für diese Theorie nie genaue Beweise gefunden werden. Stattdessen gingen die meisten Kainiten davon aus, dass es sich bei der Blutlinie aufgrund ihrer Nähe zur Natur und Ihrer Wildheit, um einen Seitenzweig des Clans Gangrel handeln könnte, eine Theorie, die durch die Abneigung des Clans für diese Linie unterstützt wird. Die Lhiannan selbst behaupten, der erste Angehörige Ihrer Linie sei entstanden, als die Alte einen antiken Waldgeist in den Körper eines Vampirs transferiert habe, der dadurch die Fähigkeiten und die Essenz des Geistes übernahm und diese dann in seine Nachkommen weitergab. So entstand auch der Glaube der Lhiannan,  dass die Essenz in jeden neuen Lhiannan weitergegeben wird und sich damit immer weiter verflüchtigt, je mehr Lhiannan existieren.

Während der Nächte der Antike und des frühen Mittelalters hatten die Lhiannan aufgrund ihrer heidnischen Rituale und Bräuche einen starken Zufluss unter der sterblichen Bevölkerung und konnten sich oftmals in den Wäldern nahe sterblicher Siedlungen, Dörfer und Städte ganze Blutkulte aufbauen, welche die Verehrung der Lhiannan oder Ihrer Ideale über alles stellten. Da die Angehörigen der Linie an Ihr Territorium gebunden sind und stetig schwächer werden, sollten sie dieses länger verlassen, konnten sich die Lhiannan auf diese Weise eine gesicherte Ernährung und Verteidigung aufbauen. Tatsächlich wagten zu dieser Zeit kaum fremde Kainiten die Territorien einer Lhiannan zu betreten oder diese direkt herauszufordern. Nicht einmal die kampfstarken Gangrel, die die Blutlinie sogar tief verabscheuen, konnten Ihnen groß gefährlich werden. Erst als sich langsam aber sicher das Christentum in den ländlichen Regionen auszubreiten begann, erkannten die Lhiannan, wie gefährlich diese neue Religion für Ihre Macht und ihren Einfluss war. Immer mehr Menschen konvertierten zu dieser neuen Religion und schworen den heidnischen Bräuchen ab, sodass die Lhiannan schließlich erkennen mussten, dass ihre Machtbasis ernsthaft in Gefahr war.

Je weiter das finstere Mittelalter voranschritt, desto mehr gerieten die Lhiannan schließlich in Bedrängnis. Die Menschen schworen nicht nur den heidnischen Religionen ab, sondern begannen auch, diese als Teufelswerk anzusehen und Praktizierer solchen Glaubens erbarmungslos zu verfolgen. Dies gipfelte schließlich im Auftauchen der Inquisition, die die gewaltige Macht der Kirche verkörperte und diese gegen Ihre Feinde richtete. Aufgrund ihrer territorialen Gebundenheit saßen die Lhiannan in einer tödlichen Falle, denn Sie konnten ihre Heimatgebiete nur verlassen, wenn sie den zusehenden Verlust ihrer Stärke in Kauf nahmen, was Sie jedoch für ihre Verfolger innerhalb der Kirche zu einem noch leichteren Ziel machte. Gleichzeitig konnten Sie aufgrund ihrer angeborenen, übernatürlichen Ausstrahlung von jedem Inquisitor leicht enttarnt werden und hatten damit keine Möglichkeit sich zu verstecken. Viele Lhiannan entschieden sich, aktiv gegen die Kirche vorzugehen und begründeten entgegen ihrer sonstigen Ideologie ganze Bruten von Nachkommen um sich zu wappnen, während andere ihre besonderen Fähigkeiten in den Dienst von Prinzen und anderen kainitischen Herrschern stellten, im Austausch für Schutz und Unterstützung. Trotz all dieser Maßnahmen war das Ende der Blutlinie jedoch nicht aufzuhalten. Zu groß waren die Nachteile, mit denen die Angehörigen der Blutlinie zu kämpfen hatten. Ihre Zahl in Europa wurde zusehends kleiner und bis zum Beginn des "Kriegs der Prinzen" um das Jahr 1204 existierten angeblich nur noch ungefähr 20 Lhiannan in ganz Europa. Ihre Verfolgung wurde jedoch auch dann weiter fortgesetzt und in der Folge überlebte kein einziger Angehöriger der Blutlinie das Ende des 14. Jahrhunderts. Bis in die Nächte der Neuzeit wurde die Blutlinie der Lhiannan von den meisten Vampiren gänzlich vergessen, lediglich die Tremere, die immer schon ein großes Interesse an den Fähigkeiten der Lhiannan gezeigt hatten, können sich unter Umständen noch an die Linie erinnern, da Sie nach deren Untergang vieles von dem alten Wissen dieser Vampire an sich gebracht hatten.

Organisation: Bearbeiten

Aufgrund der Tatsache, dass die Lhiannan stets stark an Ihr Territorium gebunden sind und überdies nur wenige Mitglieder der Blutlinie überhaupt existieren, sind Treffen zwischen Angehörigen der Linie ein überaus rares Ereignis und es ist äußerst selten, dass sich mehr als ein Lhiannan zur selben Zeit an einem Ort befindet. Meistens sind die einzelnen Lhiannan auch geographisch über enorme Distanzen voneinander getrennt, da Sie ihre Zufluchten und Heimatgebiete stets nur an speziellen Knotenpunkten spiritueller Energie, den sogenannten Lee-Linien, abstecken und damit manchmal große Entfernungen zwischen den einzelnen Gebieten liegen. Umso wichtiger ist es für die Lhiannan, gute Kontakte zu den sterblichen Dörfern und Städten ihrer jeweiligen Region zu unterhalten, da Sie nur so an dringend benötigte Informationen und Blut kommen können. Die meisten Lhiannan begründen in ihren ausgewählten Zufluchtsgebieten Blutkulte, die sich um die Verehrung der heidnischen Druidenkulturen drehen und in deren zentralen Mittelpunkt die Lhiannan als Hohepriester oder anderweitige, wichtige Personen fungieren.

Trotz Ihrer versprengten Mitglieder und geringen Anzahl gibt es unter den Lhiannan dennoch einige, interne Unterscheidungen unter den Mitgliedern, die einer losen Hierarchie gleichen. Innerhalb dieser Ränge gelten die Lhiannan, die aufgrund ihres Blutes näher an der Gründerin sind als besser, da deren Essenz in ihren Adern einfach stärker ist. Dementsprechend genießen Sie ein größeres Ansehen unter den anderen Angehörigen der Linie. Zumeist sind dies auch ältere Kainiten, sodass die Lhiannan prinzipiell schlicht Wert auf Alter und eine geringe Generation legen. Doch selbst junge Lhiannan können unter ihresgleichen auf verschiedene Weisen Ansehen gewinnen, indem Sie beispielsweise einen "Sieg" über die aufstrebenen Religionen erringen oder geweihte, heidnische Stätten vor fremdem Zugriff beschützen. Je nach Kult und Glaubensausrichtung bemalen die Lhiannan Ihre Körper oftmals auch mit blutigen Runen, was eine zusätzliche Unterscheidung unter Ihresgleichen darstellt, allerdings nur von jenen erkannt wird, die in der Lage sind, diese antiken Symbole und Zeichen richtig deuten zu können.

Hintergründe:Bearbeiten

  • Die Lhiannan besitzen gleich zwei Clansschwächen, die letztlich so gravierend waren, dass die Blutlinie daran zerbrochen und ausgestorben ist. Zum einen ist die territoriale Gebundenheit der Lhiannan ein sehr großer Schwachpunkt, der es auch schwierig macht, einen Charakter einer solchen Linie zu spielen. Innerhalb Ihrer eigenen Domäne besitzen die Lhiannan große Macht und sind den meisten anderen Kainiten ähnlichen Alters kräftemäßig überlegen, da Sie Energie aus der Natur selbst beziehen können. Manche können selbst mehrere Kainiten gleichzeitig überwältigen. Doch sobald Sie ihre Domäne verlassen, werden die Lhiannan im wöchentlichen Rhythmus immer schwächer und verlieren nach und nach ihre Macht, sodass Sie letztlich für all ihre Feinde sehr leichte Beute sind. Ihre zweite Clansschwäche äußert sich in einer fremdartigen, übernatürlichen Ausstrahlung, die von anderen Kainiten, welche die Gabe des Auspex besitzen, ohne Probleme erkannt werden kann. Selbst Menschen fühlen sich in ihrer Nähe instinktiv sehr unwohl und meiden die Lhiannan oftmals, weswegen die Angehörigen der Blutlinie in vielen Fällen auf das Blutsband zurückgreifen, um sich der Loyalität und Zuneigung der Sterblichen zu versichern. 
  • Im Rollenspiel eignen sich die Lhiannan nur bedingt als Spielercharaktere und ein Erzähler sollte generell einige Dinge beachten, ehe er einen solchen Charakter zulässt. Zunächst muss der Charakter an eine bestimmte Region gebunden werden und ein Erzähler muss darauf achten, dass die Chronik in der betreffenden Region spielt, damit der Charakter integriert werden kann. Ferner müssen diverse, kulturelle Hindernisse überwunden werden, da die Lhiannan die im finsteren Mittelalter neu aufkommenden Religionen wie z.B. das Christentum nicht akzeptieren und verabscheuen und ihrerseits von Mitgliedern der zivilisierteren Gesellschaft oftmals als barbarische Wilde angesehen und verachtet werden. In vielen Fällen empfiehlt es sich daher, die Lhiannan nur als Nichtspielercharaktere in einer Chronik auftreten zu lassen, um dieser etwas religiösen und blutigen Horror hinzuzufügen, da Ihre Nachteile für Spieler oft einfach zu groß sind.

Bekannte Mitglieder der Linie:  Bearbeiten

  • Keine Angehörigen der Blutlinie namentlich bekannt.

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