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Blutlinie: Lamien
Abstammung: Kappadozianer
Spitzname: Gorgonen, Hexen
Zugehörigkeit: keine, da ausgestorben
Gründer: Lamia
Disziplinen: Daimos, Mortis, Stärke
Schwäche: Infektiöser Biss

Die Lamien sind eine antike Blutlinie der Kappadozianer und stellen zugleich einen uralten Lilith-Kult dar, welcher die Verehrung der dunklen Mutter als oberste Priorität sieht. Zugleich sind die Lamien die Wächterinnen der Kappadozianer und stehen treu an der Seite ihres Hauptclans, um ihn gegen jede Bedrohung von außen zu verteidigen. Die Linie führt sich auf die Hohepriesterin Lamia zurück, welche angeblich die erste Tochter von Lilith persönlich gewesen sein soll und irgendwann von Lazarus den Kuss empfing. Angeblich ist die Linie nach dem Untergang der Kappadozianer ausgestorben.

Allgemein:Bearbeiten

Von den großen Clans werden die Lamien stets als Wächterinnen der Kappadozianer gesehen, deren einzige Aufgabe darin zu bestehen scheint, den Angehörigen des Clans des Todes zu Diensten zu sein. Die Lamien selbst wissen jedoch, dass dies ein fataler Irrtum ist. Auch wenn die Kappadozianer selbst gerne denken, dass die Loyalität der Lamien ihnen allein zusteht, wissen sie doch innerlich genau, dass der Verehrung der Dunklen Mutter Lilith die wahre Treue der Lamien gilt. Trotzdem verhalten sich die Angehörigen der Blutlinie oftmals demütig und zurückhaltend, zum einen, um nach außen hin das Bild der devoten Wächterinnen aufrecht zu erhalten, für das sie von den Hohen Clans verspottet und von den Minderen Clans verachtet werden. Zum anderen jedoch auch, damit die anderen Kainiten ihre Linie nicht als Gefahr wahrnehmen und sie zumindest in gewisser Weise den Schutz der Kappadozianer genießen können. Tatsächlich empfinden sie auch so etwas wie Ehre und eine damit einhergehende Verpflichtung den Grabräubern gegenüber, die es ihnen erst ermöglicht haben, der Dunklen Mutter auf die kainitische Weise dienen zu können. So kommt es, dass die Lamien unverbrüchlich treu an der Seite der Kappadozianer stehen und diesen zu Diensten sind, doch ihre wahre Treue gilt der Dunklen Mutter und sie dienen beiden Seiten nur so lange, wie sich die Loyalitäten der Blutlinie nicht widersprechen.
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Das Wappen der Lamien

Da die Lamien nur kurze Zeit nach der Gründung von Camarilla und Sabbat von den Giovanni vollkommen ausgelöscht wurden, bleibt auch bei dieser Blutlinie nur die Spekulation in welche Richtung sie sich entwickelt hätten. In den Reihen der Camarilla wären die Lamien höchstwahrscheinlich niemals akzeptiert worden, da die Verehrung der Dunklen Mutter und ihrer Wiederkehr auch in vielen Legenden von Gehenna eine zentrale Rolle spielt und somit von den Ahnen, welche die Rückkehr der Vorsintflutlichen vehement leugnen wollen, nicht toleriert wird. Auch im Sabbat hätten die Lamien kaum Überlebenschancen gehabt, da sie sich niemals auf das Niveau der Sabbatbestien herabgelassen hätten und diese wiederum die Verehrung der Dunklen Mutter als schwach und nutzlos abgetan hätten. Vermutlich wären die Lamien entweder Unabhängige oder sogar Anarchen geworden, da sie in diesen Positionen ihren Glauben weiter hätten ausleben können und darüber hinaus wahrscheinlich sogar Rache an den Giovanni hätten nehmen können, die sich das Blut des Kappadozius nahmen und damit genau jenen Treueid brachen, welcher den Lamien so wichtig ist.

Die Lamien geben den Kuss fast ausschließlich an Frauen weiter, da die Verehrung der Lilith die Macht der Frauen und der Weiblichkeit in den Mittelpunkt ihrer Existenz stellt. Wie viele andere Kulte streben die Lamien nach ihrer eigenen Art der Erleuchtung und der Erkenntnis und da sie glauben, dass ein Mann die Lehren Liliths kaum verstehen kann, werden vornehmlich Frauen für den Kuss in Erwägung gezogen. Zwar werden auch Männer in die Reihen der Blutlinie aufgenommen, doch nur äußerst selten und wenn, dann müssen seine Taten und sein Ansehen innerhalb des Kults um ein vielfaches höher sein als bei einer Frau und selbst dann wird er später innerhalb der Blutlinie kaum Ansehen oder Macht erlangen. Doch selbst unter den Frauen sind die Lamien äußerst wählerisch und nehmen fast nur Schwestern des Kultes, die lange Jahre gedient haben, in den Kreis ihrer Blutlinie auf. Seltener kommt es vor, dass eine Frau, die nicht Mitglied des Kultes ist, von einer Lamie entdeckt wird und wegen ihrer Art, ihrer Ansichten oder ihrer Handlungsweisen in die Reihen der Lamien aufgenommen wird. Da die Lamien in einer Zeit existent waren, als Frauen noch nicht annäherend die Rechte besaßen, wie es in der Neuzeit der Fall ist, kam es nur höchst selten vor, dass die Lamien überhaupt eine unabhängige und starke Frau außerhalb des Kultes fanden. Diese wurde dann schweren Prüfungen unterzogen, bevor ihr der Kuss geschenkt wurde, da die Priesterinnen des Kultes sichergehen mussten, dass sie dem Kult nützlich sein könnte, auch wenn sie zuvor keine Anhängerin der Lilith gewesen ist.

Entstehung der Linie: Bearbeiten

Im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten über die Entstehung der Blutlinien ist die Geschichte über die Gründung der Lamien immer schon von der Linie selbst bewahrt worden und daher genau überliefert. Angeblich beginnt die Geschichte der Lamien mit der ersten Tochter Liliths, die Lamia genannt wurde. Sie begründete den Mysterienkult, der Lilith verehrte und in dem die Macht der Frauen, der Mond und die Dunkle Mutter Lilith selbst verehrt wurden. Der Kult wuchs über Jahrhunderte und entwickelte sich im Lauf der Zeit fort, ergänzte sich durch neue Ansichten und Rituale. Den alten Überlieferungen nach war der Kult von jeher im östlichen Mittelmeerraum am größten, wo die heiligsten Orte, Tempel und Plätze waren, die von der Schwesternschaft zu verschiedenen Gelegenheiten genutzt wurden. Die Schwestern des Kultes waren jedoch nicht nur Mystikerinnen, sondern auch Kriegerinnen, denn mehr als ein Herrscher hatte im Lauf der Jahre beschlossen den Kult, der die damalige Weltanschauung selbst zu verspotten schien, auszulöschen. Durch ihre kriegerischen Fähigkeiten und ihr hohes Wissen überlebte der Kult bis zu jenem Tag, da der Kappadozianer Lazarus, der das engste Kind von Kappadozius selbst war, zum heiligsten Ritual im Mittsommer auftauchte. Bis heute ist vollkommen unbekannt, warum ein uralter Vampir wie Lazarus Lamia den Kuss schenkte. Die Kappadozianer sagen, er wäre auf der Suche nach Wissen über den Tod gewesen und hätte den Kult als überaus nützlich angesehen, während die Lamien behaupten, Lilith selbst habe Lamia unwiderstehlich gemacht und nicht einmal ein so mächtiger Kappadozianer wie Lazarus wäre dagegen gefeit gewesen. Lamia selbst reiste nach ihrer Verwandlung nach Erciyes, wo sie sich und ihre Schwesternschaft den Kappadozianern zur Verfügung stellte. Diese Ereignisse müssen darüber hinaus vor Äonen stattgefunden haben, denn kein noch so alter Methusalem kann sich einer Zeit erinnern, da Lamia sterblich gewesen wäre.

Während der Antike und dem Mittelalter waren die Lamien den Kappadozianern unverbrüchlich loyal und die meisten von Ihnen waren Kriegerinnen und Wächterinnen, welche die Grabräuber auf ihren Reisen begleiteten und beschützten. So waren sie auch unter den anderen Clans bekannt und auch wenn diese sich oftmals über die Lamien amüsierten, dass sie den Kappadozianern so treu ergeben waren, trugen die Lamien diese Bürde mit Fassung, da sie Lamias Wille, den Grabräubern zu helfen, respektierten. Doch viele Lamien der damaligen Zeit waren auch Mystikerinnen, die neue Geheimnisse über die Welt der Dunkelheit und vor allem über die mystische Disziplin des Todes Mortis, zu Tage förderten, von denen nicht einmal die Kappadozianer selbst etwas wussten. So konnten die Lamien im Laufe der Zeit einzigartige Fähigkeiten entwickeln, von denen keiner der 13 großen Clans auch nur annähernd etwas ahnte. Diese Vorgehensweise der Blutlinie wird bis heute respektvoll anerkannt, da die Lamien aufgrund ihrer Dienste für die Kappadozianer sich ungestört entwickeln konnten, was ihnen unmöglich gewesen wäre, hätten die anderen Clans davon Wind bekommen.

Mit dem Untergang der Kappadozianer und dem damit einhergehenden Aufstieg der Giovanni war auch das Schicksal der Blutlinie der Lamien besiegelt. Von Anfang an hatten die Lamien keine guten Beziehungen zu den Nekromanten, da Lamia angeblich bereits vorausahnte, dass die Machtgier der Giovanni der Untergang für den Clan des Todes sein würde. Da sie gegenüber den Kappadozianern einen Treueid geschworen hatten, stellten sich die Lamien auf deren Seite und wurden damit genauso erbarmungslos gejagt und vernichtet, wie die Kappadozianer selbst. Schließlich soll es Augustus Giovanni sogar gelungen sein, Lamia selbst zu vernichten und zu diablerieren, wie er es schon mit Kappadozius gemacht hatte. Dabei soll die Hohepriesterin Lamia ihn und seine gesamte Familie mit dem Fluch ihrer Blutlinie belegt haben, sodass der schmerzhafte Biss den die Giovanni als Clansschwäche haben, angeblich vom Fluch der Lamia herrührt. Nach dem endgültigen Tod Lamias brach die Schwesternschaft auseinander und in den kommenden Jahrhunderten teilten sie das Schicksal der Vernichtung mit ihrem Elternclan. Die letzte bekannte Lamie wurde angeblich im Jahre 1718 während einer Blutjagd vernichtet und seither gilt die Blutlinie als ausgestorben, da bis in die Neuzeit keinerlei Angehörige mehr aufgetaucht sind.

Organisation: Bearbeiten

Von Anbeginn ihrer Existenz an bis hin zu ihrer Vernichtung hatte sich die interne Struktur der Blutlinie der Lamien niemals nennenswert geändert. Der Kult war immer um die Hohepriesterin Lamia selbst aufgebaut, die als Verkörperung der Dunklen Mutter angesehen wurde und damit alle Entscheidungen und Handlungen innerhalb der Blutlinie traf. Die Mitglieder der Schwesternschaft konnten sich durch besondere Hingabe und größtmöglichen Eifer für die Sache der Lamien einen besonderen Status erarbeiten und immer bessere Positionen bekleiden, sei es nun die Leitung eigener Kultzweige in anderen Ländern oder den Vorsitz bei diversen Ritualen. In regelmäßigen Abständen, besonders in den Zeiten des Mittsommers oder Mittwinters, wurden Riten abgehalten, die sich oftmals um Schmerz und Lust drehen, beides Eigenschaften, welche die Lamien ihrer Dunklen Mutter und damit allen Frauen zuschreiben. Diese Riten wurden grundsätzlich immer von Lamia persönlich geführt, denn nur sie allein, als Tochter der Dunklen Mutter, hatte das Recht dazu, ihre Rituale zu leiten.

Die meisten Lamien waren innerhalb des Kultes entweder als Wächterinnen oder Mystikerinnen tätig. Während die Wächterinnen meist Frauen waren, welche die Männerdomäne, das Kämpfen mit einer Waffe gemeistert hatten und meist dafür zuständig waren, den Kult gegen seine zahlreichen Feinde von außen zu verteidigen und darüber hinaus den Kappadozianern als Eskorte und Hüter zu dienen, sammelten die Mystikerinnen arkanes Wissen um den Tod und die Geheimnisse Liliths. Dieses Wissen gaben sie teilweise an die Kappadozianer weiter, doch große Teile davon behielten sie auch für sich, um sich einen kleinen Vorteil ihrem Elternclan gegenüber zu bewahren. Seltener gab es auch noch andere Positionen für die Schwestern des Kultes wie z.B. den Posten der Priesterin eines Lilith-Tempels, doch waren diese eher in der Unterzahl, was wohl mit daran lag, dass die Lamien sich meist zurückhalten mussten und kaum Möglichkeiten besaßen, sich in andere Bereiche des Okkulten auszudehnen.

Obwohl alle Lamien an die Dunkle Mutter glaubten und sie verehren, gab es Anhängerinnen der Blutlinie aus anderen Teilen der Welt, welche die Dunkle Mutter nicht als Lilith, das weibliche Pendant zu Jehova, sondern als lokale Göttin oder Sagengestalt sahen, die in der Glaubensrichtung des jeweiligen Landes eine wichtige Rolle spielt. Beispiele für solche abgewandelten Darstellungen der Dunklen Mutter wären die Göttin Magna Mater der Römer, Scathach der Kelten oder die nordischen Gottheiten Sif und Hel.

Hintergründe: Bearbeiten

  • Die Lamien lassen sich am ehesten mit untoten Amazonen vergleichen, da auch sie Männer niemals die gleiche Bedeutung beimessen wie Frauen und auch fast alle Angehörige der Blutlinie weiblich sind. Weitere Gemeinsamkeiten mit den alten Amazonen sind die Tatsache, dass auch die Lamien Kriegerinnen sind und sich, genauso wie Männer, in der Schlacht gegen ihre Feinde zur Wehr setzen können und auch die Tatsache, dass sie in einem Kult organisiert sind, indem sie als Schwesternschaft zusammenhalten, so wie die Amazonen in Stämmen organisiert gewesen sein sollen.
  • Zwischen der ersten und zweiten Edition von Vampire aus der alten Welt wurde eine Veränderung in den Disziplinen der Lamien durchgeführt. Während der ersten Edition besaßen die Lamien noch eine eigene Disziplin, die als Daimos bekannt war. Dies wurde später im Zuge der Übersichtlichkeit und der generellen Überarbeitung der Disziplin Mortis geändert, so wurde aus der Disziplin ein Pfad des Mortis, der als "Pfad der vier Körpersäfte" bekannt wurde. Die Fähigkeiten wurden nur leicht abgewandelt und angepasst und dieser Pfad steht auch fast ausschließlich den Lamien offen. Als neue dritte Clansdiszplin bekamen die Lamien die "Seelenstärke", was ihre Fähigkeiten als Kriegerinnen und Wächterinnen noch einmal unterstrich und zugleich größere Ähnlichkeiten mit den Disziplinen der Kappadozianer schuf.
  • Die Clansschwäche der Lamien ist erstaunlicherweise eine andere als die der Kappadozianer. Zwar war Lamia eine Nachkommin des Lazarus, doch da sie angeblich von der Dunklen Mutter selbst geschützt wurde, konnte sie zwar Kainitin, nicht aber Kappadozianer werden. Stattdessen wurde sie etwas Neues, das die Geburtsstunde der Lamien bedeutete. Die Herkunft ihrer Clansschwäche ist indes nicht so genau definiert, Fakt ist jedoch, dass jeder Biss einer Lamie die Pest überträgt, also noch schwerwiegender ist als die Clansschwäche der Giovanni. Wichtig ist dabei, dass die Lamien die Pest selbst gar nicht haben und sie sich nicht einmal in ihrem Körper befindet, sich aber trotzdem auf seltsame Weise an jeden überträgt, den die Lamie beißt. Dies kann eine fürchterliche Waffe gegen ihre Feinde sein, schränkt die Lamien jedoch auch gewaltig beim Trinken ein, da fast jedes ihrer Opfer stirbt, wobei interessanterweise Frauen nach dem Biss der Lamien seltener an der Pest erkranken als Männer. Die Kainiten dieser Linie suchen sich daher oftmals andere Möglichkeiten an Blut zu kommen, indem sie entweder Blutopfer annehmen oder nur totes Blut trinken, dass sie zuvor aus einem toten Körper abgezapft haben.
  • In der griechischen Mythologie gab es dämonische, vampirähnliche Bestien, die man Lamien nannte. Den Mythen nach soll es sich dabei um blutsaugende Bestien in Gestalt von schönen Frauen gehandelt haben, die bevorzugt nach jungem, menschlichem Blut gierten. Doch auch von männlichen Lamien war in der Mythologie die Rede. Sie sollen nach der Göttin Lamia benannt worden sein, welche die Tochter des Poseidon und der Lybia war. Aus Wut über den Verlust ihres Sohnes soll die Lamia des griechischen Volksglauben ihr Haupt in ein Schlangenhaupt verwandelt haben, um Kinder anderer Mütter zu töten. Daher kommt höchstwahrscheinlich der Spitzname Gorgonen für die Blutlinie der Lamien.

Bekannte Mitglieder der Linie:Bearbeiten

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