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Blutlinie: Caitiff
Abstammung: Keine/Variabel
Spitzname: Gesindel
Zugehörigkeit: Camarilla (Nominell)
Gründer: Keiner
Disziplinen: Jede beliebige (zumeist aber Präsenz, Stärke, Seelenstärke)
Schwäche: Soziales Stigma, keine Clansmerkmale

Die Caitif, die nicht wirklich eine Blutlinie in der nächtlichen Gesellschaft darstellen, sind alle jene Kainiten, die Ihren Clan nicht kennen oder bei Denen sich keinerlei Merkmale einer bestimmten Blutlinie gezeigt haben. Sie sind die Parias in einer Gesellschaft von Monstern und sehen sich allzeit erbarmungslosem Spott, Hohn oder sogar Verfolgung ausgesetzt. Viele, besonders ältere Vampire sehen in Ihnen die Vorboten eines nahen Endes der nächtlichen Vampirgesellschaften und allein diese Furcht reicht oftmals aus, einen Caitiff zu jagen und zu vernichten. Die Caitiff können sich auf jede beliebige Blutlinie zurückführen, da absolut jede Linie in der Lage ist, die Clanlosen hervorzubringen, wobei besonders die Gangrel aufgrund Ihrer unkonventionellen Praktiken dafür bekannt sind, Clanlose zu erzeugen.

Allgemein: Bearbeiten

Unter dem Begriff "Caitiff" fassen die Kainiten all jene Vampire zusammen, die aus irgendwelchen Gründen Ihren Clan nicht kennen. Sei es nun, dass der Erzeuger den Nachkommen kurz nach der Verwandlung verlassen hat oder sich diesem vielleicht sogar niemals zu erkennen gab und daher jegliche Unterweisung ausblieb, oder weil das Blut des neu erzeugten Kainiten so schwach war, dass sich keine Merkmale einer bestimmten Blutlinie ausgebildet haben, was oftmals ebenfalls dazu führt, dass der Erzeuger das Kind verlässt, um sein eigenes Gesicht zu
LogoBloodlineCaitiff

Das (inoffizielle)Wappen der Caitiff

wahren. Der Begriff wird traditionell in der Camarilla genutzt und hat einen überaus schlechten Ruf. Ohne den Schutz eines Erzeugers oder den Rückhalt eines Clans sind die Caitiff die geringsten unter allen Vampiren und sind daher dem erbarmungslosen Spott, der Verachtung und manchmal sogar der Verfolgung durch andere Vampire ausgesetzt. Viele der Clanlosen wandern durch die nächtliche Gesellschaft ohne wirklich zu wissen, was Sie eigentlich sind und nur die Wenigsten überleben die ersten Nächte Ihrer Existenz. Jene, denen es gelingt, haben gelegentlich eine Chance, sich zu bewähren und unter den schwersten Bedingungen überhaupt, sich in der Gesellschaft der Nacht zu behaupten.

Offiziell gehören die Caitiff zur Camarilla, doch existieren Sie dort am absoluten Rand der Gesellschaft, ohne jeglichen Status oder gar Rechte. Sie werden von den etablierten Clans nach bestem Recht ausgenutzt. Einige eifrige Clanlose erhoffen sich tatsächlich Ansehen oder Status, indem Sie den Ahnen zu Diensten sind oder für die Sekte kämpfen und dieser Übereifer endet oftmals im endgültigen Tod, da es eine beliebte Praktik ist, die Caitiff an die vorderste Front oder auf ein Himmelfahrtskommando zu schicken. In ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Caitiff von einem Ahnen eines bestimmten Clans "adoptiert" und in deren Clan aufgenommen wird, doch geschieht dies oftmals erst nach vielen Jahren und zumeist auch nur dann, wenn der Ahn keine andere Wahl mehr hat, da der Caitiff jedwede Herausforderung meisterte, vor die Er gestellt wurde. Viele, besonders ältere Vampire innerhalb der Camarilla sind der festen Überzeugung, dass die Clanlosen vernichtet werden sollten, da Sie in Ihnen die Verwässerung des Blutes sehen und damit den Beginn des Untergangs. Auch fürchten Sie, dass die Caitiff eine Bedrohung Ihrer Macht werden könnten, wenn Sie anfangen, nach dem zu gieren, was die Clans sich in den Städten der Welt aufgebaut haben. Besonders unzufriedene Caitiff sind auch schon in die Reihen des Sabbat übergewechselt oder haben sich den nach Gleichheit schreienden Anarchen angeschlossen, in der Hoffnung, dass Sie dort Gleichgesinnte finden könnten. Einige wenige werden auch Unabhängige und versuchen, sich gänzlich allein durchzuschlagen, doch sind diese Exemplare selten und wenn vorhanden, dann zumeist älter.

Caitiff entstehen durch eine Vielzahl von Gründen und aus einer Vielzahl von Clans und Blutlinien. Ausnahmslos jeder Clan ist in der Lage, Caitiff zu erzeugen, selbst jene, deren besondere Eigenarten so gravierend sind, dass es auf den ersten Blick unmöglich scheint. Doch das immer dünner werdende Blut höherer Generationen vererbt vielleicht die entsprechenden Merkmale schlicht nicht weiter. So kann selbst ein Nachkomme eines Nosferatu vielleicht keine Schönheit sein, Ihm fehlt jedoch die abstrus verzerrte Erscheinung des Clans. Ebenso könnte ein Clanloser vom Blut der Malkavianer schrullig sein, ohne jedoch wirklich eine Geistesstörung zu besitzen oder der Nachkomme eines Ventrue könnte eine besondere Vorliebe bei der Jagd haben, ohne jedoch tatsächlich eingeschränkt zu sein. Neuere Theorien unter den Kainiten besagen auch, dass die Bindung zwischen Nachkomme und Erzeuger einer Art "Prägung" entspricht und wenn dies fehlt, vererben sich bestimmte Dinge einfach nicht weiter.

Die Ursachen für die Entstehung von Caitiff sind vielfältig. Entweder hat der potenzielle Erzeuger es sich anders überlegt, das neue Kind besaß keinerlei Merkmale eines Clans oder sogar aus einfacheren Gründen, wie z.B. einer kurzzeitigen Liaison, deren Leidenschaft schnell verflogen ist oder der Reue eines Vampirs, nachdem Er einen Sterblichen während einer Raserei beinahe getötet hat und diesen retten wollte. In jedem Fall kennt der neue Vampir seinen Clan und seine Abstammung nicht und zumeist haben die Caitiff auch nur eine vage Erinnerung, wenn überhaupt, an Ihren Kuss und Ihren Erzeuger. Zusammenfassend kann tatsächlich gesagt werden, dass bei der Erschaffung eines Caitiff nur eine Gemeinsamkeit immer gegeben ist: Sie waren stets zur falschen Zeit am falschen Ort. Selbst geben die Clanlosen den Kuss nur selten weiter, da Sie genau wissen, dass Sie Anderen damit das gleiche antun, was Sie erlitten haben. Viele Caitiff haben überdies eine sehr hohe Generation und damit einhergehend verwässertes Blut, sodass Sie selbst den Kuss vielleicht gar nicht mehr weitergeben können. Wenn sich bei Ihnen schon keine Merkmale eines Clans mehr ausgebildet haben, wieso sollte es dann bei Ihren Nachkommen besser werden, so die Argumentation. Diese geringsten aller Kainiten werden Dünnblütige genannt und sind eine Erscheinung, die erst in den jüngsten Nächten aufgetreten ist, allerdings bereits in uralten Prophezeiungen erwähnt wird und angeblich das Ende der Vampirgesellschaft voraussagt.

Entstehung der Linie: Bearbeiten

Auch wenn viele Schwarzseher unter den Kainiten die Clanlosen als Anzeichen dafür sehen, dass Gehenna, die Abrechnung, nahe herbeigekommen ist, hat es Caitiff in nahezu jeder Epoche der vampirischen Existenz gegeben. In den Zeiten des finsteren Mittelalters, lebten die Menschen enger aufeinander und viele Kriege und Leid schufen Nischen für die Erschaffung von Vampiren, die rasch von Ihren Erzeugern getrennt oder verlassen worden sind. Da zu jener Zeit weder Sekten existierten, welche die Zeugung der Nachkommenschaft regelten, noch anderweitige Regeln und mehr als oft der Bedarf an stärkerem Kanonenfutter als reinen Sterblichen gegeben war, erschufen viele Kainiten dieser Zeit Nachkommen, von denen Sie niemals vorhatten, dass diese überleben und Teil der nächtlichen Gesellschaft werden sollten. In vielen Fällen traf dies auch tatsächlich zu, doch einige wenige haben sich durchgeschlagen und teilweise sogar bis in die Nächte der Neuzeit hinein überlebt.

Tatsache ist jedoch, dass das kainitische Blut und damit auch der Fluch Kains in früheren Zeiten tatsächlich stärker war und die Anzahl der Clanlosen allein dadurch begrenzt wurde, dass das Blut in den Caitiff stark genug war, dass sich trotz des Fehlens einer Unterweisung durch den Erzeuger zumeist früher oder später Merkmale eines bestimmten Clans zeigten. Clanlose aufgrund der reinen Tatsache, dass Sie Dünnblütige waren, existierten de facto nicht. Die Caitiff des Mittelalters, bei denen sich dennoch keine speziellen Merkmale eines Clans etablierten, waren vergleichsweise selten und einige von Ihnen glaubten sogar, dass Sie die wahren Erben Kains und der zweiten Generation wären, da Sie nicht den Regeln, Gesetzen und Flüchen der Clans unterworfen waren, sondern sich als Vampire frei bewegen konnten. Jene, die solche Blasphemie äußerten, hatten tendenziell jedoch niemals eine lange Lebenserwartung.

Ein wachsender Anstieg der Clanlosen konnte in den Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg in der nächtlichen Gesellschaft beobachtet werden. Von dort ab, bis in die Nächte der Neuzeit hinein, ist die Anzahl der Clanlosen in den Städten drastisch angestiegen und gleichzeitig wurden deren Generationen immer höher, was dazu führte, dass auch das Blut und der Fluch Kains zunehmend verwässerten. Das Erscheinen der tatsächlichen Dünnblütigen, deren Generation so hoch ist (15. Generation), dass Sie selbst keine Nachkommen mehr zeugen können und kaum vampirische Merkmale besitzen, führte letztlich zu großer Angst unter den Clans, da diese erkennen mussten, dass auch der stärkste Fluch seine Grenzen zu haben scheint und die Allmacht der Kainiten nicht so groß ist, wie angenommen. Ferner berichtete bereits das sagenumwobene Buch Nod über den Untergang der Vampire nach dem Erscheinen von Untoten, die "den Kuss nicht mehr weitergeben können". Viele Nodisten und Weltuntergangspropheten bereiten sich nun, da die sogenannte "Zeit des dünnen Blutes" hereingebrochen ist, mit allen Mitteln auf jenen Moment vor, an dem die letzte Abrechnung eintreten könnte.

Organisation: Bearbeiten

Da die Caitiff keine wirkliche Blutlinie sind, ist eine gemeinsame Richtung dieser Vampire nicht wirklich vorhanden. Besonders in den jüngeren Nächten tauchen Sie in vielen Städten auf und Ihre Anzahl scheint weiter zu wachsen, doch eine gemeinsame Struktur besitzen Sie nicht. Zumeist haben Caitiff keine sehr hohe Lebenserwartung und sind sich dessen nur allzu schnell bewusst, was Viele dazu veranlasst, sich mit anderen Clanlosen derselben Stadt zusammenzuschließen, um wenigstens etwas Schutz und eine stärkere Position einzunehmen. Teilweise bilden sich damit größere politische Gruppen oder mehrere Klüngel von Clanlosen, die jedoch regional auf eine einzelne Stadt beschränkt sind und oftmals auch nach kurzer Zeit oder wenigen Jahren wieder auseinander brechen, wenn sich die Loyalitäten der Mitglieder verschieben. Gelegentlich kommt es auch vor, dass ein Caitiff, der sich in einer Stadt etablieren will, eine ganze Brut von Nachkommen erschafft, deren alleiniger Erzeuger Er ist und sich somit zum Anführer aufschwingen will. Manchmal gelingt es einem solchen Kainiten, sich in einer Stadt eine Randnische zu erobern, doch oft erregen solche Vampire nur unerwünschte Aufmerksamkeit und werden rasch von der Camarilla oder anderen Gruppierungen beseitigt.

Immer mal wieder kommt es vor, dass ein oder mehrere Caitiff versuchen, die Clanlosen überregional als geeinte, eigene Blutlinie zu etablieren. Diese Erfolge waren jedoch in der Vergangenheit niemals von Erfolg gekrönt, da zum Einen viele Clanlose eine gewisse Sturheit und Eigenwilligkeit entwickeln und nicht gewillt sind, sich den Regeln eines selbsternannten Anführers zu unterwerfen und zum Anderen, weil auch die Ahnen der Clans kein Interesse daran haben, dass die Clanlosen sich organisieren. Um sie klein und politisch schwach zu halten, sollen Sie desorganisiert bleiben und allzu oft arbeitet die Camarilla selbst daran, dass kein größeres Bündnis der Caitiff entsteht. Jeglicher Versuch wird im Keim erstickt. Innerhalb des Sabbat gelang dieses Vorhaben jedoch, da der Clanlose Joseph Pander in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die Caitiff unter einem Banner einte und Sie als gleichwertige Mitglieder der monströsen Sekte etablierte. Diese Pander stehen heute Seite an Seite mit dem Sabbat beim endlosen Krieg gegen die Camarilla. Im Jahr 1973 wurde durch Alexi Darba derselbe Versuch in den Reihen der Camarilla unternommen, doch dies scheiterte kläglich aufgrund des Eingreifens der Justikare und der wahrscheinlichen Vernichtung all Jener, die sich an dieser Sache beteiligt hatten.

Hintergründe: Bearbeiten

  • Abgesehen vom sozialen Stigma in der nächtlichen Gesellschaft besitzen die Caitiff theoretisch keine wirkliche Clansschwäche, da sich dieses Merkmal des Blutes schlicht nicht ausgebildet hat. Einige entwickeln gewisse, klassische, vampirische Schwächen, wenn Sie sich Ihres Untoten Zustandes bewusst werden, wie z.B. kein fließendes Wasser überqueren zu können, von Knoblauch abgeschreckt zu werden oder ein Haus nur auf Einladung betreten zu können. Dies sind jedoch individuelle Eigenheiten, die nur einzelne Caitiff betreffen und nicht die gesamte Blutlinie einschließen.
  • Obgleich Sie keine Schwächen der Clans besitzen, haben die Caitiff jedoch auch das Problem, keine Stärken derselben aufzuweisen. Da Ihr Blut zumeist sehr dünn ist (kein Clanloser darf das Spiel regeltechnisch mit einer niedrigeren Generation als der 8. beginnen und selbst dies ist äußerst selten), bilden sich die Merkmale der Clans einfach nicht aus. Dies bedeutet, dass die Caitiff zwar zu Spielbeginn theoretisch jede Disziplin erwerben können, die Sie sich angeeignet haben könnten, diese jedoch stets als clansfremde Disziplin erweitern müssen. Das bedeutet, dass Ihnen keine der Gaben Kains im Blute liegen und es viel Arbeit und Mühe erfordert, die übernatürlichen Kräfte der Vampire zu meistern und zu erweitern.
  • Es ist möglich, dass ein Caitiff im Laufe der Zeit seine Abstammung erkennt und diese annehmen kann, weil sein Blut später Merkmale eines bestimmten Clans zeigt (jedoch nur bei Clanlosen mit niedrigerer Generation). In diesem Fall kann sich ein Caitiff später als Mitglied eines bestimmten Clans etablieren und erwirbt damit automatisch die jeweilige Clansschwäche sowie die Möglichkeit, die dem Clan eigenen Disziplinen zu erwerben und leichter zu verbessern als Andere. Für manche Caitiff ist es das oberste Ziel, dieses Rätsel Ihrer Existenz zu lüften, während sich Andere kaum dafür interessieren.

Bekannte Mitglieder der Linie: Bearbeiten

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