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Blutlinie: Anda
Abstammung: Gangrel
Spitzname: Tartaren
Zugehörigkeit: Keine, da ausgestorben
Gründer: Dobrul der Tapfere
Disziplinen: Gestaltwandel, Seelenstärke, Tierhaftigkeit
Schwäche: Tierischer Makel bei jeder 10. Raserei; Rastlosigkeit

Die Anda waren eine Blutlinie, die während der Nächte des finsteren Mittelalters mit den Mongolenhorden kamen und eine Bedrohung für Europa und die dortigen Kainiten darstellten. Sie waren wilde Krieger, die Nichts und Niemanden fürchteten und sich nicht um die politischen Spielchen der Clans kümmerten, die Westeuropa beherrschten. Sie lebten einzig und allein nach den Kodizes der Mongolen mit denen Sie reisten und führten Ihr Dasein stets in deren Reihen, manchmal offen, manchmal jedoch auch verborgen. Die Blutlinie überlebte den Krieg gegen Ihre zahllosen Feinde nicht und galt ab dem Ende des Mittelalters bereits als ausgestorben. Die Blutlinie fand Ihren Ursprung nachweislich im Clan der Gangrel.

Allgemein: Bearbeiten

Die Anda waren eine Blutlinie des finsteren Mittelalters, die sich aus dem Osten erhoben und mit den wilden Mongolenhorden kamen, die Westeuropa während dieser Zeit heimsuchten. Der Name der Blutlinie stammt aus dem Mongolischen und bedeutet soviel wie "Blutsbrüder", eine Anspielung auf Ihre Verbundenheit sowohl durch das Blut als auch durch die Abstammung und Familie von den Mongolen. Obgleich Sie nicht immer offen unter den sterblichen Mongolen lebten, wurden die Anda als die Geisterkrieger der Steppen verehrt, die Ihre Familie oder "Yasun",also Ihren Stamm, vor den Schrecken der Nacht beschützten. Im Gegenzug opferten die Mongolen gerne etwas von Ihrem Blut für Ihre untoten Kameraden und boten Ihnen des Tages Schutz vor den Strahlen der Sonne. Die Anda lebten nach einem brutalen Ethos und viele sahen sich auch selbst als Geisterkrieger an, frei von menschlichen Fesseln und Verpflichtungen und mit der
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Das Wappen der Blutlinie der Anda

Bestimmung, die zahlreichen Feinde der mongolischen Stämme zu vernichten. Sie interessierten sich nicht für Politik und Intrigen und obgleich die Blutlinie sehr großen Wert auf die Abstammung und das Erbe legte, wurde nur Stärke respektiert und niemals allein der Name oder die Herkunft. Derjenige, der herrschen will, sollte stark genug sein, sich dieses Recht zu verdienen. Auch dachten die Anda, die das gefährliche Leben in den Steppen gewohnt waren, sehr oft pragmatisch. Der Geringste unter Ihnen wurde angehört, wenn Er etwas zur Lösung eines Problems beitragen konnte und nicht allein aufgrund seiner Abstammung ignoriert, da die Anda wussten, dass dies vielleicht ein tödlicher Fehler sein konnte. Genau diese Eigenschaften machten die Anda zu Gegnern, welche die Kainiten des Westens nicht einschätzen konnten, was Ihnen eine zusätzliche Bedrohlichkeit verlieh.

Die Blutlinie der Anda wurde lange vor der Gründung der großen Sekten vernichtet und so gibt es nur Mutmaßungen, was wohl aus Ihnen geworden wäre, hätten Sie lange genug überlebt, um sich einer Seite anzuschließen. Aufgrund der Tatsache, dass die Anda niemals Wert auf rigide Hierarchien legten, sich nicht an das althergebrachte "Recht zu herrschen" hielten und sogar die Einteilung in Hohe Clans und Mindere Clans vollkommen ignorierten, wären Sie vermutlich Unabhängige geworden, da Sie so Ihren Lehren und Überzeugungen hätten treu bleiben können. Unter den anderen Kainiten hatten die Anda niemals viele Verbündete. Die meisten verachteten Sie allein aufgrund Ihrer Abstammung und ihres mangelnden Respekts für die hohen Kainiten an den Höfen des Mittelalters. In seltenen Fällen ließ sich ein einzelner Anda für eine gewisse Zeit in der Domäne oder am Hofe eines kainitischen Prinzen nieder, doch die Wanderlust in Ihrem Blut sowie die generelle Abneigung, die Ihnen entgegenschlug, zwang die Anda auch recht schnell dazu, wieder weiterzureisen. Noch weitaus seltener konnte es vorkommen, dass sich ein Anda einem Klüngel europäischer Kainiten anschloss, doch dies geschah zumeist nur dann, wenn der Anda Respekt für eines oder mehrerer seiner Mitglieder aufbringen konnte (und das musste nicht zwangsläufig der Anführer des Klüngels sein) oder wenn Er Interesse daran hatte, die seltsamen Sitten und Gebräuche zu studieren, welche den westlichen Kainiten so wichtig schienen.

Die Anda gaben den Kuss niemals leichtfertig weiter, denn in Ihren Augen war es Ehre und Verpflichtung zugleich und die Angehörigen der Blutlinie mussten sich sicher sein, dass ein potenzieller Nachkomme die Stärke besaß, mit dem Leben als untotes Monster umgehen zu können. Zunächst trafen sich alle Anda der nahem Umgebung, die es einrichten konnten, dem Treffen beizuwohnen. Dann wurde über den potenziellen Kandidaten gesprochen und diskutiert. Er musste einerseits stets ein starker Krieger sein, andererseits musste sein Wesen auch gefestigt genug sein, dass Er seine sterbliche Familie am Leben erhalten kann. Wurde eine positive Entscheidung getroffen, konnte derjenige, der den Rat einberufen hatte, den Kuss weitergeben. Noch ehe der neue Kainit erwachte, wurde eine rituelle Leichenwaschung durchgeführt, wie es unter den Mongolen von jeher Brauch war, um den Übergang von einem Leben ins Nächste zu symbolisieren. Nach seinem Erwachen schließlich wurde der neue Vampir für ein Jahr sich selbst überlassen und Er wurde in diesem Jahr von seinen neuen Brüdern zahlreichen Prüfungen unterworfen, die es zu meistern galt. Bestand Er, wurde Er nach Ablauf des Jahres als vollwertiges Mitglied in die Reihen der Anda aufgenommen. Neben all diesen Ritualen legten die Anda auch großen Wert auf die Abstammung bei der Vergabe des Kusses. Grundsätzlich wurde der Fluch nur an Angehörige des mongolischen Volkes weitergegeben, niemals an Andere, da diese es schlicht nicht wert waren, das Erbe Dobruls in sich aufzunehmen.

Entstehung der Linie: Bearbeiten

Während die westlichen Kainiten und auch spätere Nachforschungen stets davon ausgingen, dass Dobrul der Tapfere, der Begründer der Blutlinie der Anda, ein Gangrel war, der den Fluch des Untodes ursprünglich an einige mongolische Krieger weitergegeben hatte und somit die Blutlinie begründete, besitzen die Anda einen ganz eigenen Schöpfungsmythos, dem Sie anhängen und von dessen Wahrheit Sie überzeugt sind. Sie selbst glauben, nicht von Kain abzustammen, sondern gehen davon aus, dass Dobrul der Tapfere der Sohn der Erdenmutter Itügen war, die eine zentrale Rolle in der Mythologie der Mongolen spielte. Die göttliche Familie Itügens wurde Ihrer Ansicht nach irgendwann von den dämonischen Wan Kuei der Xia Dynastie angegriffen und während die gesamte göttliche Familie, einschließlich des großen Vaters Tengri, in Angst und Panik flohen, stand Dobrul wie ein Fels in der Brandung gegen seine Feinde. Er kämpfte tapfer, bis die Wan Kuei schwarze Magie entfesselten und einen gewaltigen, brennenden Felsbrocken vom Himmel riefen, welcher Dobrul schließlich unter sich begrub und Ihn
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Das Wappen der Anda um das Jahr 1242

verbrannte. Während Itügen Ihren Sohn verloren gab, überlebte dieser seine Verletzungen, wurde jedoch durch die Magie der Wan Kuei gezeichnet. Er kehrte zurück als untote Kreatur, die das Blut der Lebenden trinken musste, um sich zu ernähren. Als Er feststellte, dass Er diesen Fluch an Andere weitergeben konnte, suchte Er sich starke Krieger, die es wert waren, als Wächter und Behüter des mongolischen Volkes zu dienen, seinen Weg als Krieger weiterzugehen und sich den dämonischen Horden der Wan Kuei auch zukünftig entgegen zu stellen.

Wo auch immer der Ursprung der Anda liegen sollte, die Blutlinie fand Ihren Höhepunkt in den Nächten des finsteren Mittelalters und gelangte erstmals zu größerem Einfluss mit dem Aufstieg Dschingis Khans und der Vereinigung der mongolischen Stämme zwischen den Jahren 1206 - 1227. Sie folgten den Eroberungszügen des Khans wie ein Sturm und fegten über die Länder Chinas und besonders über die Höfe der dort heimischen Wan Kuei hinweg. Unter anderem zerstörten Sie während dieser Zeit den "Hof der Schwarzen Schildkröte" der Wan Kuei und verbreiteten auch Angst und Schrecken unter den westlichen Kainiten, wo Sie nicht wenige Prinzen westlicher Höfe vernichteten und Diablerie an Ihnen begingen. Einige Anda behaupteten sogar, dass dem großen Dschingis Khan der Kuss angeboten wurde, dieser Ihn aber schließlich ablehnte und verweigerte. Die Stärke der Anda erblühte kontinuierlich bis zur Herrschaft des Kublai Khan und fand zu seiner Herrschaftszeit Ihren absoluten Höhepunkt. Mit dem Zusammenbruch der Yuan Dynastie und dem anschließenden Aufstieg der Ming Dynastie (In deren Reihen sich rachsüchtige Wan Kuei befanden) zerbrach die Herrschaftsgewalt der Anda schließlich. Ihre zahlreichen zusätzlichen Feinde, wie z.B. die Xiong Ren, gegen die Sie viele Jahre erbittert gekämpft hatten, brachten Sie nach und nach zu Fall. Mit dem Niedergang der mongolischen Hauptstadt Karakorum um das Jahr 1360 verloren die Anda schließlich Ihre gesamte Macht. Die Wan Kuei begannen einen erbarmungslosen Vernichtungsfeldzug gegen die Angehörigen der Blutlinie und bis ins Jahr 1388 schließlich hatten Sie die Anda so allumfassend vernichtet, dass keine Spuren von Ihnen mehr gefunden werden konnten.

Seit dem Untergang der Blutlinie hielten sich unter den Kainiten, die noch von den Anda wussten, Gerüchte, dass einige Älteste der Anda, die bereits viele Jahrzehnte vor dem Untergang der Linie nicht mehr mit den sterblichen Horden der Mongolen unterwegs waren, da Sie zu entmenscht und abscheulich geworden waren, sich mittels Ihrer Fähigkeiten im Erdreich der Steppen der Mongolei und Chinas niedergelassen hatten und dort in Starre verfallen waren. Somit wären diese wenigen Anda der Vernichtung der Blutlinie entgangen. Zwar wurden über die Jahrhunderte hinweg niemals wirkliche Spuren dieser Überbleibsel gefunden, doch die Wan Kuei gingen Ihrerseits stark davon aus, dass mit der Dämmerung des Sechsten Zeitalters die Rückkehr der Anda bevorstehen könnte. Während der letzten Nächte soll überdies Dobrul der Tapfere selbst zurückkehren und viele Wan Kuei bereiteten sich endlos darauf vor, dass der Konflikt in der Moderne aufs Neue entbrennen könnte.

Organisation: Bearbeiten

Obgleich die Anda als Ganzes, bedingt durch Ihre immense Wanderlust, teilweise weit voneinander entfernt waren und somit keine feste Organisation aufrecht erhalten konnten, brachte Ihre Verbundenheit, Ihre Riten und Ihr Glaube doch einige Gemeinsamkeiten hervor. Oftmals folgten einem "Yasun", also einer sterblichen Mongolenhorde, einige Anda, jedoch hing es natürlich von der Größe dieser Familie ab, ob die Ernährung von zwei oder sogar mehr Kainiten überhaupt gewährleistet werden konnte, ohne dass dies die Familie zu sehr schwächen oder sogar gefährden würde. In vielen Fällen war es daher auch nur ein einzelner Angehöriger der Blutlinie, welcher mit den sterblichen Reiterhorden durch die Steppen zog.

Bei jedem Neumond fanden sich alle Anda der näheren Umgebung zu einer Art Ratssitzung zusammen, bei welcher geklärt wurde, ob der Blutlinie irgendwelche kollektiven Bedrohungen von außen drohten, denen Aufmerksamkeit geschenkt werden musste und auch in welche Richtungen die Anda Ihre Yasun führen sollten, damit sich die mongolischen Horden niemals allzu weit voneinander entfernten oder sich in unnötige Gefahr begeben. Gelegentlich wurde auch darüber diskutiert, ob einem vielversprechenden Kandidaten unter den Mongolen der Kuss geschenkt werden sollte oder nicht. Der älteste und mächtigste anwesende Vampir war hierbei automatisch der "Khan", also der Anführer. Seinem Vorsitz wurde gefolgt und seine Autorität anerkannt. Natürlich stand es jedem Anda offen, den Khan zu einem Kampf auf Leben und Tod herauszufordern, wobei der derzeitige Anführer stets die Waffen bestimmte und zumeist Vorteile für sich verbuchen konnte. Doch die Anda glaubten, dass ein Krieger, der den Anführer nicht an seinem stärksten Punkt überwinden kann, einfach nicht das Zeug dazu besitzt, ein würdiger Nachfolger zu werden.

Vom Rang des "Khan" einmal abgesehen, existierten innerhalb der Reihen der Anda keine strikten Hierarchien oder politische Gebilde, welche die Macht eines Einzelnen sicherten. Jeder Anda, der etwas beitragen konnte, wurde angehört, unabhängig davon, ob Er der Jüngste oder einer der ältesten Ahnen war. Die größte Respektsbezeugung unter den Anda war es, wenn ein Angehöriger der Blutlinie einem Anderen "Nöker" wurde. Dies bedeutete, dass der Anda die Überlegenheit und Stärke des anderen Vampirs anerkannte und diesen als seinen Anführer respektierte. Wie bei einem Treueid verpflichtete sich der Anda, diesem Kainiten zu dienen und sich für Ihn in jedweder Situation einzusetzen, solange Er sich ehrenhaft verhielt. Oftmals wurde diese Art Bindung unter den Anda selbst geknüpft, es ist jedoch auch vorgekommen, dass ein Anda an einen Vampir eines anderen Clans oder einer anderen Blutlinie "Nöker" wurde, wenn Er besagte Person ehren und respektieren konnte.

Hintergründe: Bearbeiten

  • Zwischen den einzelnen Editionen von Vampire aus der Alten Welt gibt es einige Unterschiede bezüglich einer der Clansschwächen der Anda. Genau wie die Gangrel erwerben die Anda, sollten Sie in Raserei verfallen, tierhafte Züge, doch geht dies deutlich länger als beim ursprünglichen Clan. Während das "Buch der Hohen Clans" davon ausgeht, dass die tierhaften Züge sich erst nach jeder 10. Raserei manifestieren, legt die neuere Jubiläumsedition fest, dass die tierhaften Züge bereits bei jeder zweiten Raserei in Erscheinung treten. Letztlich bleibt es damit den Spielern und Spielleitern selbst überlassen, welche Ausprägung der Schwäche Sie für die Anda übernehmen wollen.

Bekannte Mitglieder der Linie: Bearbeiten

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