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Die Anarchen sind eine Bewegung innerhalb der Vampirgesellschaft, die auf der einen Seite das Prinzip der Herrschaft der Ahnen, das von der Camarilla durchgesetzt wird, ablehnen, sich aber auch nicht auf das Niveau des Sabbat herablassen, da sie genau wissen, dass sie sich damit selbst verdammen und für sie die Maskerade bis zu einem gewissen Punkt Sinn macht. Die Anhänger der Anarchen gehen stets ihren eigenen Weg durch die Nacht und schrecken auch nicht davor zurück, ihre Ideale wenn nötig, mit Gewalt zu verteidigen.
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Ursprünge:Bearbeiten

Die Anarchen der Neuzeit sind im Prinzip das letzte Überbleibsel dessen, was im Mittelalter als die Anarchenrevolte bekannt war. Damals schlossen sich die unzufriedenen Nachkommen der Ahnen, die ausgebeutet und sogar der Kirche geopfert worden waren zusammen, um gemeinsam gegen die jahrhundertealte Herrschaft ihrer Herren aufzubegehren. Waren es zunächst nur wenige unzufriedene Neugeborene, wurden es mit der Zeit immer mehr und mehr, denn die Ideale der Anarchen waren sehr ansprechend für all jene Kainiten, die aufgrund ihres Clans oder einfach nur der Tatsache wegen, dass sie erst zu einer bestimmten Zeit den Kuss empfingen, keinerlei Einfluss oder Gleichberechtigung in der nächtlichen Welt bekommen konnten. Diese Rebellion dauerte über ein Jahrhundert an (ca. 1350 - ca.1493) und endete mit der Versammlung von Thorns und der Unterzeichnung des Dornenvertrag, denn die Ahnen waren zum Handeln gezwungen, da die Aufstände der jungen Kainiten die Aufmerksamkeit der Kirche und ihrer Inquisition erregt hatten und die Vampire beinahe enttarnt worden wären. Viele der Anarchen schlossen sich dann den neuen Sekten Camarilla und Sabbat an, in der Hoffnung auf ein besseres Unleben, doch einige weigerten sich, die Herrschaft der neuen Organisationen und der neuen Gesetze zu akzeptieren, da sie davon überzeugt waren, dass sich nichts ändern würde, nur dass sie jetzt noch zusätzlich an die Regeln einer Sekte gebunden sein sollten. Diese übriggebliebenen Anarchen überdauerten bis heute und gaben ihre Leidenschaft und ihre Ideale an ihre Nachkommen weiter.

Heute wissen nur noch die ältesten Kainiten, dass es die beiden Sekten ohne die Anarchen, welche mit ihrer Revolte deren Gründung vorangetrieben haben, gar nicht geben würde. Dies scheint Ironie des Schicksals zu sein, da die Anarchen beide Sekten verachten und sich eigentlich nur ein Unleben ohne Regeln und Gesetze wünschen.

Innere Organisation:Bearbeiten

Da die Anarchen die Hierarchie beider Sekten verachten, gibt es selbstverständlich auch in ihren Reihen nur wenige feste Posten und Ämter. Dennoch gibt es einige Positionen, die dafür zuständig sind, Ordnung und wenigstens einen gewissen Zusammenhalt zu fördern und aufrecht zu erhalten. Das Gegenstück der Anarchen zum Bischof des Sabbat und den Prinzen der Camarilla stellen die Barone dar. Wie alle Ämter innerhalb der Anarchen wird der Baron einzig und allein aufgrund seiner Eignung gewählt. Ein wichtiger Posten sind auch die Botschafter, die sich im Einflussbereich der Sekten bewegen und sich dort Gehör verschaffen wollen. Der Sucher untersteht direkt dem Baron und ist dafür verantwortlich, die Population der Anarchen in dessen Gebiet im Auge zu behalten und zu dokumentieren. Als letzten Posten gibt es noch das sogenannte Chamäleon, dass sich unerkannt im Sektengebiet der Camarilla oder des Sabbat aufhält und versucht, die Interessen der Anarchen dort voran zu bringen.

Einflussgebiet:Bearbeiten

Anders als die beiden großen Sekten besitzen die Anarchen meist keine ganzen Städte und kontrollieren entweder nur die Vororte oder eventuell einen Stadtteil. Dadurch sind sie oftmals umzingelt von ihren Widersachern und haben nur wenig Freiraum. Die einzige Ausnahme hiervon bildeten die sogenannten Anarchenfreistaaten, ein großes Einflussgebiet an der Ostküste der USA. Besonders in Kalifornien waren die Anarchen jahrzehntelang einflussreich und verteidigten ihre Gebiete gegen jeden Eindringling. Erst der Einfall der Kuej-jin beendete ihre dortige Schirmherrschaft und zwang sie zum Rückzug.

Anarchen-Philosophie:Bearbeiten

Die Philosophie der Anarchen ist im Prinzip relativ einfach: 1. Die Sekten sind scheiße. 2. Die Ahnen der Camarilla und des Sabbat sind scheiße und 3. Man braucht keine Herrschaft uralter Vampire, die Kerzen für eine brandneue Erfindung halten, denn die Maskerade ergibt auch so einfach Sinn.

Den Anarchen geht es eigentlich nicht darum, einfach möglichst viel Ärger zu machen und zu protestieren. Sie wollen lediglich die hierarchischen Strukturen brechen, in die sie von den Sekten gezwängt werden und streben nach einer Gesellschaft, die nicht auf der Herrschaft von Alter und Generation beruht, sondern in der alle Kainiten gleich sind. Sie sind fest davon überzeugt, dass der Kommunismus, der bei den Menschen versagt hat, bei den Vampiren funktionieren würde. Deswegen gibt es eigentlich keine festen Dinge, an welche die Anarchen glauben, denn jeder kann etwas anderes für gut und richtig halten.

Clans der Anarchen:Bearbeiten

Unter den Anarchen gibt es keine festgelegten Clans, denn jeder Kainit jeden Blutes, der ihre Sache unterstützt und ihre Überzeugungen teilt, ist ihnen willkommen. Dennoch gibt es unter den Anarchen ungleich mehr Kainiten der einen Clans als der anderen. So gibt es erstaunlich viele Brujah unter den Anarchen, die durch den Zorn ihres Blutes ohnehin schon zu Rebellion und Aufruhr neigen, aber auch viele wilde Gangrel oder hinterhältige Ravnos gehören ihnen an. Natürlich gibt es auch genügend Kainiten anderer Clans, doch diese sind in geringerer Zahl vertreten.

Bekannte Mitglieder der Anarchen:Bearbeiten

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