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Blutlinie: Ahrimanen
Abstammung: Gangrel Antitribu
Spitzname: Katzen
Zugehörigkeit: Sabbat
Gründer: Muricia
Disziplinen: Spiritus, Präsenz, Tierhaftigkeit
Schwäche: Weitergabe des Kusses ist unmöglich/tierhafte Züge der Gangrel

Die Ahrimanen sind eine äußerst seltene und obskure Blutlinie, die auf mysteriöse Weise in den Reihen des Sabbat entstanden ist und sich ursprünglich auf den Clan Gangrel, bzw. die Gangrel Antitribu des Sabbat zurückführt. Die Blutlinie, die hauptsächlich in gewissen Teilen Nordamerikas anzutreffen ist und sich ausschließlich aus Frauen rekrutiert, existiert auf einem schmalen Grat zwischen der Welt der Menschen, der Welt der Bestien und der Welt der Geister, die keine andere Linie von Kainiten auch nur ansatzweise verstehen oder nachvollziehen kann. Aus diesem Grund sind die Handlungen und das Gebaren der Angehörigen dieser Linie für viele andere Vampire, gerade in den Reihen des Sabbat, ein einziges, großes Rätsel. Bis zum mysteriösen Verschwinden der Begründerin der Blutlinie, Muricia, waren die Ahrimanen eine verschworene Gemeinschaft, doch in den letzten Nächten und ohne ihre Anführerin scheint der Untergang der Blutlinie besiegelt zu sein.

Allgemein:Bearbeiten

Die Ahrimanen sind eine Blutlinie, die ursprünglich dem tierischen Clan Gangrel entstammt und so haben auch die  Angehörigen dieser Linie eine sehr starke Verbundenheit zur Natur und dem Leben selbst. Anders als in Ihrem Ursprungsclan geht das Verständnis der Ahrimanen allerdings über den bloßen Respekt für die Natur hinaus, sondern befasst sich mit allen, in Ihren Augen, wichtigen Aspekten der Welt. Die Ahrimanen folgen damit einer sehr speziellen Philosophie, welche die Welt in drei unterschiedliche Aspekte einteilt: Die "Welt der Menschen", in der alle Sterblichen existieren und ihrem Leben nachgehen, die "Welt der Bestien", in welcher die anderen Kainiten, die ihrem inneren Tier verfallen sind, sowie die Tiere und anderen wilden Gestalten leben und letztlich die "Welt der Geister", in welcher sich die verstorbenen Existenzen der anderen Welten sowie die Ahrimanen selbst bewegen können. Diese spezielle Weltanschauung, die die Ahrimanen in ihrem ganzen Tun beeinflusst, wird ergänzt durch ihren Glauben an die zwei größten Geister überhaupt: Die "Erdenmutter" und
Wappen Ahrimanen.jpg

Das Wappen der Ahrimanen

den "Himmelsvater".  Dieser Glaube, ergänzt mit der sehr speziellen Art ihrer Entstehung, geht unter den Angehörigen der Linie sogar soweit, dass die Ahrimanen sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Vampiren, nicht mehr wirklich für Kinder Kains halten, sondern glauben, in eine höhere Existenzform aufgestiegen zu sein. Viele Ahrimanen verbringen einen Großteil Ihrer Zeit damit, den Gleichklang mit einer der Welten oder sogar eine empfindliche Balance zwischen allen Drei zu finden und zu erhalten. Ihre gesamte Unlebensweise spiegelt ihre spirituelle Einstellung wider, angefangen vom Aussehen der Mitglieder der Linie, die sich oftmals mit heidnischen Symbolen und Runen schmücken bis hin zu den Zufluchten, die sich zumeist abseits der Städte in den Wäldern befinden und abgesteckte Reviere darstellen, in denen ganze Klüngel von Ahrimanen Zuflucht finden und die auch nur von Angehörigen der Linie betreten werden dürfen. All diese Eigenarten trennen die Ahrimanen stark von der restlichen Vampirgesellschaft und isolieren sie beinahe vollständig, sodass kaum ein außenstehender Kainit das tiefe Verständnis und die Erkenntnisse, welche die meisten Ahrimanen irgendwann erlangen, auch nur ansatzweise nachvollziehen kann.

Aufgrund dessen, dass die Blutlinie ursprünglich aus Kainiten entstanden ist, die dem Sabbat angehörten, zählen die Ahrimanen zumindest nominell zu den Reihen dieser monströsen Sekte. Tatsächlich jedoch haben die Ahrimanen nur äußert selten Kontakt zu den anderen Kainiten der Sekte und noch seltener nehmen sie an deren Aktivitäten im Dschihad teil oder lassen sich in Konflikte mit hineinziehen. Die meiste Zeit sind sie außen vor und bleiben unter ihresgleichen, weswegen man sie genauso gut für Unabhängige halten könnte. So kommt es, dass selbst in den Reihen des Sabbat nicht alle Mitglieder überhaupt von den Ahrimanen wissen und deren Existenz ein offenes Geheimnis ist. Da die Führer der Sekte um den Wunsch der Blutlinie nach Unabhängigkeit wissen, werden sie auch nur selten überhaupt um Hilfe gebeten. Sollte es dennoch einmal vorkommen, dass der Sabbat auf die speziellen Fähigkeiten der Blutlinie zurückgreifen muss, leisten die Ahrimanen jedoch Ihren Beitrag und sind dafür sogar bereit, ihre eigenen, internen Rudel vorübergehend zu verlassen und sich mit anderen Sabbatvampiren zusammenzutun. Während die Blutlinie in den Aktivitäten des Sabbat nur sehr selten aktiv in Erscheinung tritt, gibt es in den Reihen der Camarilla überhaupt keine Angehörigen der Blutlinie. Die Ahrimanen verachten die Camarilla, da sie glauben, dass deren Mitglieder Schachfiguren der Ahnen sind, dies wissentlich akzeptieren und nicht bereit sind, sich von den Fesseln zu befreien, die Ihnen auferlegt sind. Die wenigsten Kainiten der Camarilla wissen daher überhaupt, dass es eine Blutlinie der Ahrimanen gibt, was dem Sabbat in den seltenen Gelegenheiten, wenn die Ahrimanen sich am Dschihad beteiligen, einen unschätzbaren Vorteil geben kann. Der einzige Clan der Camarilla, für den die Ahrimanen immer Repekt aufbringen konnten, waren die Gangrel, da diese sich nicht so kontrollieren ließen wie die anderen Clans. Nach dem Austritt der Gangrel aus der Sekte haben es die Ahrimanen sogar in Erwägung gezogen, ein offizielles Bündnis mit ihrem Ursprungsclan einzugehen, dieses Vorhaben konnte jedoch bis zum Verschwinden der Blutlinie nie wirklich umgesetzt werden.

Die Ahrimanen sind keine konventionelle Blutlinie im eigentlichen Sinne, denn anders als die meisten anderen, sind sie durch einen mysteriösen Ritus entstanden und nicht durch eine Abspaltung oder Wandlung des Blutes Kains. Daher rührt auch ihre besondere Schwäche, den Kuss nicht weitergeben zu können, was die Aufnahme neuer Ahrimanen in die Blutlinie enorm erschwert. Lediglich durch ein spezielles und aufwändiges Ritual, dass die Ahrimanen die "Dritte Geburt" nennen und welches nur wenigen Ahnen überhaupt bekannt ist, kann die Blutlinie neue Mitglieder gewinnen. Dabei gibt es jedoch Einschränkungen: Zunächst funktioniert das Ritual nur bei Angehörigen des Clans Gangrel, da die Blutlinie sich auf sie zurückführt und außerdem kann der Ritus nur bei weiblichen Gangrel angewandt werden, weswegen die gesamte Blutlinie der Ahrimanen ausschließlich aus Frauen besteht. Ob dies einfach nur auf die Ethik der Blutlinie zurückzuführen ist, die keine Männer in ihrer Linie wollen oder aber es schlicht bei männlichen Gangrel nicht funktioniert, ist gänzlich unbekannt. Wenn eine Ahrimane eine weibliche Gangrel entdeckt, die sich eignen wüde, Angehörige der Blutlinie zu werden, wird sie oftmals über einen langen Zeitraum beobachtet, da gewisse Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Sie muss jung genug sein, um die Lehren der Ahrimanen akzeptieren zu können und muss darüber hinaus eine starke Kämpferin und Überlebenskünstlerin sein. Sind all diese Voraussetzungen erfüllt, wird die potenzielle neue "Mentorin" die Ahnen der Blutlinie um Erlaubnis fragen, eine neue Rekrutin aufzunehmen. Wird ihr dies gestattet, nimmt sie Kontakt zu der betreffenden Gangrel auf und unterbreitet ihr das Angebot, sich den Ahrimanen anzuschließen. Dabei ist wichtig, dass die potenzielle Rekrutin dieses Angebot auch ablehnen kann, da es eine freie Entscheidung darstellt. Akzeptiert sie jedoch, legen die Ahrimanen Wert darauf, dass neue Anwerber für die Blutlinie ein hartes Training absolvieren, ehe das Ritual an Ihnen vollzogen wird. So sollen Sie in Einklang mit sich selbst und den drei Welten kommen, welche die gesamte Philosophie der Ahrimanen ausmachen. Wenn die Gangrel besteht, wird das "Ritual der Dritten Geburt" vollzogen, andernfalls werden ihre Erinnerungen an die Lehren der Ahrimanen mittels Beherrschung oder thaumaturgischen Ritualen gelöscht und sie kann zu ihrem vorherigen Unleben zurückkehren, ohne jemals in die Reihen der Ahrimanen aufgenommen worden zu sein.

Entstehung der Linie:Bearbeiten

Über den Ursprung der Blutlinie der Ahrimanen gibt es gleich mehrere Geschichten, die zwar im Kern recht ähnlich sind, jedoch weist jeder Entstehungsmythos einige signifikante Unterschiede zu den anderen Geschichten auf. Dies rührt in erster Linie daher, dass die Ahrimanen sich die Geschichte über ihre Entstehung nur mündlich überliefern und somit jeder Kainit, der die Geschichte weitererzählt, eine andere Interpretation und andere Schwerpunkte hat. In einem Punkt sind sich jedoch alle Geschichten über die Entstehung der Blutlinie einig: Die Geschichte der Ahrimanen ist die Geschichte ihrer Gründerin, Muricia. In der wohl bekanntesten Überlieferung wird Muricia als eine Gangrel Antitribu beschrieben, die kurz nach dem Ende der Anarchenrevolte und der damit verbundenen Gründung der Camarilla mit Ihrem Rudel durch die Wildnis Europas streifte, sich allerdings gelegentlich, wie es alle Gangrel tun, zeitweise von ihrem Klüngel trennte und allein reiste. Während einer dieser Expeditionen durch die Wildnis Europas soll Muricia zu einem alten Hügelgrab gelangt sein und von Neugierde getrieben, hat sie es betreten. Im Inneren hat Muricia den Überlieferungen nach den in Starre liegenden Körper einer antiken Vampirin gefunden, die mit seltsamen, blutigen Runen verziert war. Muricia tat, was alle Sabbatvampire getan hätten und diablerierte den alten Vampir. Nur einige Zeit nach diesem Ereignis soll Muricia dann mit ihrem Rudel in die Neue Welt gezogen sein, um sich am Krieg des Sabbat gegen die Camarilla zu beteiligen. Doch dort angekommen, wurde Muricia von Ihrem Erzeuger stark enttäuscht, als dieser begann, gegen andere Rudel der Gangrel zu kämpfen und nicht mehr gegen den gemeinsamen Feind, die Camarilla. In ihrer Enttäuschung soll sich Muricia von ihrem Erzeuger getrennt haben und allein durch die Wildnis Amerikas gezogen sein, wobei sie sich nach einiger Zeit immer mehr mit den spiritistischen Eigenarten und Kräften der Ureinwohner vertraut machte und feststellte, dass sie, seit sie den alten Vampir diableriert hatte, über sonderbare geisterähnliche Kräfte verfügte. Sie fasste den Entschluss, sich endgültig von ihrem Erzeuger zu trennen und wirkte heidnische Rituale, die ihr helfen sollten, das Blutsband zu ihrem Erzeuger zu trennen. Es gelang ihr zwar tatsächlich, doch ihre neuen Fähigkeiten reagierten auf die heidnischen Rituale und veränderten den Kainsfluch in Muricia für immer. Als sie feststellte, dass sie keine Gangrel mehr war, war Murica neugierig auf ihre neuen Fähigkeiten, die sie befähigten, mit den Geistern der Natur in Kontakt zu treten, doch auch frustriert, denn sie konnte keine Nachkommen mehr erzeugen und somit ihre Fähigkeiten nicht vererben. Schließlich fand sie eine Lösung dieses Problems, indem Sie ein Ritual entwarf, welches denselben Ursprung hatte wie das, dass sie auf sich selbst gewirkt hatte. So kreierte sie das "Ritual der Dritten Geburt" und legte den Grundstein für die Blutlinie der Ahrimanen.

Während diese Version der Geschichte unter den Ahrimanen die bekannteste ist und die, die allgemein als wahr angesehen wird, gibt es zahlreiche Abwandlungen, von denen sich die bekannteste in einigen, wichtigen Punkten unterscheidet. So ist in der abgeänderten Version Muricia zwar auch zufällig auf das Hügelgrab der antiken Vampirin gestoßen, wäre jedoch vor den Schergen der Camarilla auf der Flucht gewesen und hätte nur einen Unterschlupf gesucht. Auch soll Sie den in Starre liegenden Kainiten nur diableriert haben, weil Sie entkräftet war und Blut zum Überleben brauchte. Dabei trank sie letztlich jedoch mehr, als nötig gewesen wäre. Weitere signifikante Unterschiede zur bekanntesten Version ist die Tatsache, dass es Muricia selbst gewesen sein soll, die die Gangrel Antitribu dazu aufrief, zum Krieg gegen die Camarilla in die Neue Welt zu ziehen. In dieser Version der Geschichte soll sie erst viele Jahre später des ewigen Konflikts müde geworden sein und sich in die Wälder Nordamerikas zurückgezogen haben, wo sie zu ihrer verlorenen Menschlichkeit zurückfinden und eins mit der Natur werden wollte. Der letzte große Unterschied ist die Überlieferung, dass Muricia nicht von den Geistern der Natur und den Ureinwohnern beigebracht bekommen haben sollte, wie man eins mit der Natur wird, sondern sie soll sich dieses Wissen mit Gewalt von Schamanen und Priestern der Ureinwohner genommen und dabei mindestens ein ganzes Dorf vollkommen abgeschlachtet haben. Letztlich ist unbekannt, welche Version der Geschichte der wahre Ursprung der Blutlinie ist oder ob nicht vielleicht doch Teile aus beiden Geschichten wahr sein könnten.

Bis in die Neuzeit hinein verbreitete sich die Blutlinie der Ahrimanen schließlich in den Reihen des Sabbat und in den Gebieten Nordamerikas. Da die gesamte Linie eine so starke interne Verbundenheit besaß, war die Blutlinie in Europa und den anderen Kontinenten weitestgehend unbekannt und selbst in Nordamerika beschränkte sich ihre Existenz großteils auf ein paar, vereinzelte Staaten. Trotz allem besaß die Blutlinie innerhalb dieser Staaten und in ihren abgesteckten Gebieten eine gewisse, nicht zu unterschätzende Präsenz. Die Situation der Blutlinie änderte sich erst 1998 auf drastische Weise. Entgegen ihrer sonstigen Art, nur wenige, auserwählte, weibliche Gangrel für die Blutlinie der Ahrimanen zu rekrutieren, rief Muricia selbst dazu auf, mehr Neulinge zu erschaffen und so wuchs die Blutlinie exponentiell an. Gleichzeitig wurde die Gründerin ungewöhnlich aktiv und veranstaltete sogar einige Kriegs-Partys. Eines Nachts tauchte Muricia dann angeblich, in Begleitung einiger loyaler Geschwister in der ältesten Zuflucht der Blutlinie in West Virginia auf und schickte die dort anwesenden Kainiten weg, mit der Anweisung später zurückzukehren. Als diese den Befehl ausführten und später wieder kamen, waren Muricia und ihre Geschwister spurlos verschwunden. Selbst die Geister, welche die Zuflucht bewachten, waren nicht mehr da. Es gab keine Zeichen von Gewalt oder Einflüssen von außen und seit dieser verhängnisvollen Nacht wurde Muricia nicht mehr wiedergesehen. Mit ihrem Verschwinden endete die Blutlinie der Ahrimanen schließlich, da die Gründerin das einzige war, was die Linie wirklich zusammenhielt. Nach und nach verschwanden die Ahrimanen schließlich und bis in die letzten Nächte scheint die Blutlinie vollständig vom Antlitz der Welt entschwunden zu sein.

Organisation:Bearbeiten

Die Blutlinie der Ahrimanen umfasst aufgrund ihrer komplizierten Erschaffungsriten nur vergleichsweise wenige Mitglieder und um sich in den Reihen des mächtigen Sabbat behaupten zu können und nicht ausgelöscht zu werden, pflegen die Ahrimanen sehr engen Kontakt untereinander und haben eine starke interne Struktur. Damit unterscheiden sie sich maßgeblich von dem Clan, dem sie entsprangen, da Sie zwar ebenfalls den Wunsch nach Freiheit der Gangrel teilen, diesen jedoch dem Gemeinschaftsgefühl der Blutlinie stetig unterordnen. Untereinander sprechen sich die Mitglieder der Linie zumeist einfach nur mit "Schwester" an, solange sie den gleichen Rang innehaben. Da die Ahrimanen eine so kleine Linie sind, dass sich alle Mitglieder untereinander kennen oder zumindest schonmal voneinander gehört haben, ist diese vertraute Anrede in ihren Augen durchaus angebracht. Eine Abgrenzung zwischen Ahnen und Neugeborenen wie in anderen Linien von Kainiten gibt es bei den Ahrimanen nicht, Respekt gegenüber den Älteren wird schlicht vorausgesetzt. Einen höheren Rang innerhalb der Blutlinie bekleiden zumeist die Anführerin eines Rudels oder eine Rudelpriesterin, die eine gewisse Autorität über die Ahrimanen innerhalb ihres Rudels ausüben. Darüber stehen die sogenannten "Ritenmütter", jene alten Ahrimanen, welche das Ritual der Dritten Geburt gemeistert haben und somit in der Lage sind, neue Angehörige in die Linie aufzunehmen. Somit haben Sie großen Einfluss und Entscheindungsgewalt gegenüber den anderen Kainiten der Linie. Über allem steht nur noch Muricia, die Gründerin der Blutlinie. Da sie bis ins Jahr 1998 stetig aktiv war, erhielt sie ungeteilten Respekt aller Ahrimanen, da ausnahmslos alle sie kannten und konnte die Linie nach ihren Wünschen formen. Erst nach ihrem Verschwinden wurde jedoch klar, dass Sie der einzige Grund war, warum die Ahrimanen überhaupt zusammenhielten und der daraus resultierende Zerfall ihrer Gemeinschaft den Niedergang der Linie nur noch beschleunigte.  

Trotz ihrer geringen Anzahl sind die Ahrimanen in Gebieten, in denen eine gewisse Präsenz der Linie vorhanden ist, sehr stark und einflussreich. Hauptsächlich in Nordamerika existieren mehrere sogenannte "Ländereien", die von den Ahrimanen abgesteckt wurden und welche diese als ihr Einflussgebiet betrachten. Dabei kann es sich um Wälder, Vororte von Städten oder kleine Ortschaften handeln. Andere Kainiten werden von den Ahrimanen in diesen Gebieten nur bedingt geduldet und gleichzeitig übt die Linie starken Einfluss auf die Sterblichen und die Region im allgemeinen aus. Besonders innerhalb des Sabbat wird dieser Einfluss jedoch mit Argwohn betrachtet, da die Ahrimanen in den Entscheidungen innerhalb ihrer Ländereien nicht immer unbedingt nach den Zielen und Vorgaben der Sekte handeln. Dennoch werden besonders Sabbatvampire mehr oder minder innerhalb ihrer Ländereien geduldet, da Sie sich das Bündnis mit dem Sabbat nicht verderben wollen. Nur Angehörige der Ahrimanen haben jedoch uneingeschränkten Zutritt zu den Ländereien der Blutlinie und regelmäßig treffen Sie sich dort, um gemeinsam diverse Rituale zur Stärkung ihrer Gemeinschaft durchzuführen. Neben dem Ritual der Dritten Geburt führen die Ahrimanen auch noch weitere gemeinsame Riten durch, an denen soviele Angehörige der Linie wie möglich teilnehmen. Beispiele für solche Riten wären "Das Teilen des Bluts" oder die "Suche nach Visionen".

Innerhalb der Blutlinie agieren die Ahrimanen oft in sogenannten Rudeln die sich, anders als bei den Rudeln des Sabbat, nur aus Mitgliedern der eigenen Linie zusammensetzen. Wird eine neue Ahrimane in die Blutlinie aufgenommen, schließt sie sich zumeist dem Rudel der Ritenmutter an, die sie erschaffen hat. Jedes Rudel der Ahrimanen besitzt eine Anführerin, welche nicht unbedingt die Ritenmutter des jeweiligen Rudels sein muss, sondern zumeist die stärkste und erfahrenste Angehörige der Linie im Klüngel ist. Geraten zwei Ahrimanen über die Führungsgewalt innerhalb des Klüngels in Streit, wird dieser zumeist per Diskussionen in Anwesenheit mehrerer Rudel ausgetragen, da die Linie zu klein ist um riskieren zu können, dass sich ihre Mitglieder gegenseitig vernichten. Ferner besitzt jedes Rudel eine Priesterin, welche die spiritistischen Kräfte am besten beherrscht. Wenn es um das Durchführen von Riten geht, kann sie jedem Mitglied des Rudels spezielle Aufgaben übertragen und besitzt in diesen Fragen sogar größere Autorität als die Anführerin. Die meisten Rudel gehören zu einer der Ländereien und halten sich die meiste Zeit in deren Nähe auf, sodass sie im Ernstfall schnell zurückkehren können. Es existieren jedoch auch Rudel von Ahrimanen, die keinen festen Rückzugsort besitzen, sondern zwischen den Gebieten der Blutlinie umher reisen und damit dem nomadischen Trieb ihres Ursprungsclans folgen. Zwar werden diese Rudel oft merkwürdig beäugt, doch genießen sie Muricias Segen und werden somit akzeptiert. Manche behaupten sogar, die Gründerin selbst habe diese Rudel beauftragt, die Grenzen der Ländereien zu inspizieren und zu überwachen. Doch selbst diese nomadischen Rudel folgen jedem Aufruf der Linie zur Durchführung der internen Rituale und kehren stets in die Ländereien zurück, wenn eine rituelle Nacht durchgeführt wird, um daran teilzuhaben. Da die Bindung innerhalb der Ahrimanen durch diese Rituale und ihre Rudel sehr groß ist, verspüren nur wenige Kainiten der Linie nach dem Ritual der Dritten Geburt noch das Verlangen, sich dem Klüngel wieder anzuschließen, dem sie als Gangrel noch angehörten. Nur wenige wollen die Lebensart der Ahrimanen jemals wieder aufgeben. Es existieren jedoch Ausnahmen von dieser Regel und in gewissen Fällen kommt es sogar vor, dass die Ahrimanen sich vorübergehend einem Sabbatrudel anschließen, dies tun sie jedoch zumeist nur, wenn die Sekte direkt ihre Unterstützung anfordert.

Hintergründe:Bearbeiten

  • Die Blutlinie der Ahrimanen wurde ursprünglich mit dem Spielerhandbuch: Sabbat erstmals eingeführt, erfuhr jedoch lange Zeit kein Update beim Erscheinen der Revised Edition. Erst viel später wurden die Ahrimanen den veränderten Regeln angepasst und diverse Änderungen an Ihnen vorgenommen. So wurden Ihre Clansdisziplinen "Spiritus", "Präsenz" und "Tierhaftigkeit" in die Disziplinen "Gestaltwandel", "Auspex" und "Tierhaftigkeit" umgewandelt. Die ursprüngliche Clansdisziplin ging verloren und wurde in einen speziellen Pfad der Thaumaturgie abgeändert, welchen die Ahrimanen wirken konnten. Viele Fans waren mit diesen Änderungen jedoch nicht einverstanden, da sie argumentierten, dass allein zum Erlernen eines thaumaturgischen Pfades und der Disziplin Auspex keine Aufnahme in eine eigene Blutlinie benötigt werden würde und dass diese Veränderungen dem eigentlichen Sinn der Blutlinie niemals gerecht werden könne. Viele Spieler bevorzugen daher nach wie vor die ursprünglichen Disziplinen der Ahrimanen.
  • Der Name der Blutlinie führt sich Gerüchten zufolge auf einen Assamiten zurück, der die Stärke der Ahrimanen und ihre Wildheit mit eigenen Augen gesehen hat und höchst beeindruckt von der Kraft dieser wilden Kriegerinnen war. Seinen Worten nach sollen diese Kainiten "mit dem Zorn des Ahrimans persönlich kämpfen". Dabei handelt es sich ursprünglich um einen Dämon aus der persischen Mythologie, der in verschiedenen Gestalten auftritt. Die Blutlinie empfand diese Aussage als schmeichelhaft und Muricia übernahm den Namen schließlich für ihre Linie.
  • Die Schwäche der Blutlinie den Kuss nicht auf herkömmliche Weise weitergeben zu können und ebenfalls kein Blutsband erzeugen zu können, führen die Ahrimanen darauf zurück, dass sie selbst nicht auf konventionelle Weise entstanden sind. Jedoch können sie trotz allem seltsamerweise mittels ihres Blutes Ghule erschaffen. Darüber hinaus besitzt die Blutlinie noch weitere bekannte Schwächen. Zum einen ist ihre Haut dunkler als die der meisten anderen Vampire, wenn sie auch niemals so obsidianschwarz wie bei den Assamiten wird. Dennoch erhält jede Ahrimane automatisch einen dunkleren Hautton. Ferner behalten die Angehörigen der Blutlinie all ihre tierischen Merkmale, die sie aufgrund der Clansschwäche der Gangrel bereits erworben hatten, wenn sie auch keine neuen mehr zusätzlich ausbilden können.
  • Die Ahrimanen können mittels des Rituals der Dritten Geburt ausschließlich weibliche Gangrel in ihre Reihen aufnehmnen. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob es sich dabei vormals um normale Gangrel oder Angehörige der Linie der Citygangrel handelt. Grundsätzlich ist jedoch der Anteil jener Ahrimanen größer, die aus den normalen Gangrel entstanden sind, da diese als besser im Einklang zwischen den Welten angesehen werden, während die Citygangrel bereits fast zu sehr in der Welt der Menschen verankert sind. Bei der Erstellung einer Ahrimane kann der Spieler wählen, aus welcher Linie sein Charakter kommt und darüber hinaus können sowohl die Disziplinen der Ahrimanen als auch die der Land- bzw. Citygangrel als Clansdisziplinen ausgewählt werden, je nachdem welcher Linie der Charakter entstammen soll.
  • Die ursprünglichen Disziplinen der Blutlinie (vor der Änderung in der Revised Edition) sollen sich an den drei Aspekten der Welt orientieren, an welche die Ahrimanen sosehr glauben. So wird die Disziplin "Spiritus" als Verkörperung der Geisterwelt betrachtet, während die Disziplin "Präsenz" die Welt der Menschen repräsentiert und die Disziplin "Tierhaftigkeit" die Welt der Bestien verkörpert. Allein aufgrund dieser Einteilung wird die Veränderung der Linie von vielen Spielern als Verschlechterung und Sinnlosigkeit angesehen.
  • Es gibt in der Welt der Dunkelheit keine eindeutige Aussage darüber, ob sämtliche Ahrimanen Anfang 1998 verschwunden sind oder nur Muricia und ihre loyalsten Anhänger. In manchen Quellen wird behauptet, dass die Ahrimanen allesamt in jener verhängnisvollen Nacht verschwunden seien, anderswo heißt es, dass nur Muricia und einige Ahnen verschwunden sind und die Blutlinie sich langsam zerschlagen hat. Was auch letztlich der Wahrheit entspricht, die Blutlinie ist bis in die letzten Nächte verschwunden und innerhalb des Sabbat wurde erst einige Zeit nach der verhängnisvollen Nacht das Fehlen der Ahrimanen bemerkt, womit keine eindeutige Erklärung mehr gefunden werden konnte.
  • Die Ahrimanen sind eine der wenigen Blutlinien, die ihr eigenes Blutlinienbuch erhalten haben. Das Blutlinienbuch: Ahrimanen ist jedoch ausschließlich als Online-Download verfügbar und existiert nicht in gedruckter  Form. Vermutlich hängt diese sonderbare Art der Veröffentlichung mit dem stark verspäteten Ausbau der Blutlinie in der Revised Edition zusammen.

Bekannte Mitglieder der Linie:Bearbeiten

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